best US casino slots tournaments for all usa players best online high roller casino usa online casino bonuses http://www.narea.org/ssfm/roulette-bonus.html rtg online casino for mac http://www.narea.org/ssfm/casino-deposit-methods.html mac slots http://www.narea.org/ssfm/online-slots-for-mac.html
slots for

Schlechte Karten?

Schlechte Karten?

Maps, das sind von Spielern in Heimarbeit erstellte Egoshooter-Level. Ein Phänomen, das bis vor kurzem außer einer eingeschworenen Community kaum jemand kannte. Dann kam der Amoklauf von Emsdetten. Seitdem stehen Maps im Rampenlicht und die Polizeit vor der Tür von Mappern, die ihre Schule in "Counter-Strike" nachgebaut haben. Zu Recht? Wir haben drei Urheber von Schul-Maps nach ihren Beweggründen gefragt - und einen Erziehungswissenschaftler nach seiner Meinung

Map: CS_Wilnsdorf Mapper: abrachius Vor der Map kommt die Idee. Und genau da lag mein Problem. Ich wollte gern was mappen, wusste aber nicht, was. Und das ist auch schon das ganze Geheimnis hinter der Geschichte. Ich hab meine Schule gemappt, weil mir sonst nichts anderes eingefallen ist. Wenn Terroristen Geiseln in einer Schule nehmen würden, wäre das als Szenario doch ziemlich realistisch. Schließlich sind in einer Schule viele Menschen an einem Ort versammelt. Durch die Architektur lassen sich Fluchtwege und Ausgänge leicht kontrollieren und bieten so wenig Hebelpunkte für Befreiungsaktionen seitens der Counter-Terroristen. Was wiederum für ein spannendes und auch angemessen schwieriges Spiel sorgen könnte. Das war mein Gedankengang. Mit Hass auf Lehrer und Mitschüler oder Frustration hatte das überhaupt nichts zu tun. Ehrlich gesagt fand ich meine Map im Nachhinein auch ziemlich schlecht. Es sind grauenvolle Rechtschreibfehler drin. Man bleibt oft an den Hindernissen hängen, das Lightning ist nicht das Beste, und auch vom Gameplay her müsste man einiges verbessern, um sie wirklich spielenswert zu machen. Heute rate ich jedem davon ab, eine Schulmap zu bauen. Schulmaps werden meist trist und langweilig, einfach weil es nur lange Gänge mit immer gleichen Texturen sind. Auch das Szenario gibt am Ende nicht viel Spielenswertes her. Zuerst denkt man noch, es wäre eine gute Idee, und das Gameplay könnte interessant werden, aber eigentlich hab ich nur schlechte Kritiken zu Schulmaps gelesen. Um zu verstehen, dass das Erstellen von Maps nach dem Vorbild von Schulen nicht gefährlich, sondern das Mappen ein kreativer Prozess ist, muss man sich mit dem Phänomen auseinander setzen. In meiner Map gibt es zum Beispiel einen versteckten Raum. Wenn man diesen Raum findet, wird „O Fortuna“ von Carl Orff gespielt und man sieht den Raum, der über und über in Blut getränkt ist. Es stehen versteckt ein paar Namen an der Wand, von Lehrern, die mich ab und an auf die Palme gebracht haben. Und in diesem Raum stehen ein paar Geiseln die man erschießen kann, ohne Geld zu verlieren. Das wirkt natürlich erst mal bedrohlich und sollte natürlich auch gruselig sein und auch ein bisschen schocken. Aber mich hat daran vor allem die technische Herausforderung gereizt, die Spielerei mit Triggern, Decals und Gruseleffekten. Nur: Woher soll das ein Außenstehender wissen? Neulich habe ich erfahren, dass die Map immer noch ab und an von Leuten aus meiner damaligen Schule gespielt wird. Da musste ich sofort an diesen Raum denken und hoffe, dass ihn niemand findet. Denn sonst könnte man denken, ich sei ein komplett gestörter Freak. Map: de_realschule_alpha Mapper: Aushaus Mappen hat mich von Anfang an begeistert. Durch das Mappen ist es mir möglich, ein Spiel nach meinem Geschmack zu verändern. Ich kann meiner Fantasie freien Lauf lassen und eine kleine Welt erschaffen. Wenn die Map dann auch noch gut ankommt und ich Anerkennung in der Community ernte, ist das ein echter Ansporn, mich mit der nächsten Map noch mal zu übertreffen. Dabei würde ich auch für andere Spiele-Genres mappen. Aber Map-Editoren gibt es eben meist nur für Egoshooter. Die Schule habe ich gebaut, weil ich keine Idee für ein gutes Szenario hatte. Ich wollte schon immer mal etwas nach einem realen Vorbild bauen. Und einige Freunde, mit denen ich „Counter-Strike“ spiele, haben wie ich direkt neben der Schule gewohnt. Da ich das ganze Viertel drum herum auch angedeutet habe, lässt sich das alles recht gut wiedererkennen. Darin zu spielen ist fantastisch. Ich habe tatsächlich das Gefühl, mich in meiner alten Schule zu befinden. Alles kommt einem bekannt vor. Die Gänge, die Räume, die Länge der Wege, die man zurücklegen muss – das alles stimmt, ich merkte damals: Das habe ich gut hinbekommen. Dass ein bekanntes Spielumfeld nicht nur den Spielspaß steigern kann, ist mir erst bewusst geworden, als ich von dem Amoklauf in Emsdetten und der Geschichte mit der Map hörte. Ich habe daraufhin mit meinen Freunden und meiner Familie darüber gesprochen, warum ich die Schule in „Counter-Strike“ gebaut habe. Ich habe ihnen erklärt, das mir das Bauen einfach Spaß gemacht hat, und sie haben es verstanden. Von der Berichterstattung nach dem Amoklauf fühle ich mich definitiv kriminalisiert. Ich habe mich aber keines Verbrechens schuldig gemacht. Deshalb habe ich meine Map auch nicht aus dem Download-Archiv unserer Clanseite genommen und habe auch nicht vor, das zu tun. Map: cs_school Mapper: kloetengott Eigentlich mappe ich nur gelegentlich. Die letzten drei Jahre habe ich pausiert. Es bedeutet mir aber nach wie vor dasselbe wie damals, als ich mit dem Mappen angefangen habe: Es ist einfach schön, Maps zu erschaffen und dann zu sehen, wie andere Leute sie spielen und auch Spaß daran haben. Meine erste Map überhaupt war die Map meiner Schule. Ganz einfach deshalb, weil das für mich zu dieser Zeit der prägendste Ort war. Viele Leute mappen als allererstes etwas, das sie sehr gut kennen. Und bei vielen Leuten, die jung mit dem Mappen anfangen, ist das nun mal die Schule. Als ich aktiv in der Community war, kannte ich zumindest etliche Leute, die ebenfalls mit einer Map ihrer Schule begonnen haben. KLar, vielleicht hat es für manche auch einen gewissen Witz, die Geiseln aus den Klassenzimmern zu befreien. Dieser Witz hält aber ziemlich genau 20 Minuten. Wenn danach die Map keine gute Struktur oder abwechslungsreiches Gameplay aufweist, ist der Spaß ziemlich schnell vorbei. Komplexe Gebäudestrukturen oder ein Terrain mit gutem Gameplay ist sehr viel wichtiger als das Setting. Ich persönlich kenne deswegen auch keine einzige Schulmap, die es jemals zu Bekanntheit oder zu so was wie Mapping-Ruhm gebracht hätte. Das liegt einfach daran, dass derartige Settings sich zum Spielen meistens nicht sonderlich gut eignen, oder dass die meisten Leute, die so was basteln, Anfänger und ihre Maps qualitativ eher schlecht sind. Diese 20 Minuten, in denen man es witzig findet, durch die eigene Schule zu marschieren, sind auch nicht auf andere Spieler übertragbar. Schlicht und einfach weil keiner sich mit einer Schule identifizieren kann, auf die er nicht selbst gegangen ist.

„Ich hätte meine Schule auch gemappt“

Prof. Dr. Johannes Fromme ist Inhaber des Lehrstuhls für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung an der Uni Magdeburg. Also genau der richtige Ansprechpartner für die Frage: Wie gefährlich ist das Mappen von Schulen? Interview: Michail Hengstenberg Herr Fromme, warum bauen Jugendliche eine Map ihrer Schule? Es hat vermutlich verschiedene Gründe. Grundsätzlich, und das ist meiner Meinung nach in der Debatte um den Amoklauf von Emsdetten auch ein bisschen aus dem Blickfeld geraten, ist das Erstellen einer Map ein kreativer Akt und alles andere als einfach. Um eine Map erstellen zu können, ist eine Menge Know-how erforderlich. Man lernt eine Menge dabei. Unter pädagogischen Gesichtspunkten würde ich also, den inhaltlichen Aspekt jetzt mal beiseite gelassen, das Erstellen einer Map als kreativen Akt betrachten und durchaus begrüßen. Aber warum ausgerechnet eine Schule? Es gibt da eine strukturelle Nähe. Die Level von Spielen wie „Counter-Strike“ und Schulen sind sich nun mal nicht unähnlich. Inwiefern? Es gibt lange Gänge, es gibt Verstecke, es gibt verschiedene Ebenen in Schulen – die architektonische Ähnlichkeit ist da. Und Jugendliche kennen eben meistens nicht so viele Gebäude, die sich von ihren Strukturen her für eine Map eignen würden. Bürohäuser, Ministerien, da halten sich Jugendliche nicht auf. Die interessante Frage ist doch eher, warum sehen unsere Schulen so aus? Was haben wir für eine Schularchitektur? So herum könnte man das ja auch betrachten. Sie sagen also: Mit Frust hat das nichts zu tun. Nein das sage ich nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass man so eine Map auch baut, wenn man frustriert ist. Schule ist nun mal für Jugendliche, gerade in der Pubertät, nicht nur ein schöner Ort. Sondern auch ein Ort, an dem sie Konflikte und Frustration erleben, die sie verarbeiten müssen. Wenn ich als Jugendlicher die Fähigkeiten und die technischen Möglichkeiten gehabt hätte, hätte ich vielleicht auch eine Map meiner Schule gebaut. Aber das heißt eben noch lange nicht, dass Mappen ein Schritt auf dem Weg zu einem Amoklauf ist. Wie können Sie sich da so sicher sein? Weil virtuelle Welt und reale Welt immer zwei verschiedene Dinge sind. Selbst wenn der Inhalt sehr realistisch gestaltet ist, selbst wenn die Steuerung realistischer gestaltet, zum Beispiel eine Lightgun verwendet würde – was bei „Counter-Strike“ nicht möglich ist –, bliebe das Ganze trotzdem virtuell. Realistisch ist nicht real. Das ist ein wichtiger Unterschied. Ein Umsetzen einer im virtuellen Raum geübten Tätigkeit in die reale Welt erfordert eben immer noch eine Entscheidung. Aber das US-Militär benutzt doch auch bestimmte Videospiele, um die Hemmschwelle seiner Soldaten herabzusetzen. Das ist richtig. Und theoretisch könnte man etwas Vergleichbares wahrscheinlich auch mit einer Schul-Map in „Counter-Strike“ tun. Nur: Das Szenario eines individuellen Amoklaufes ist in „Counter-Strike“ nicht vorgesehen. Es ist natürlich denkbar, dass jemand, der sich entschieden hat, einen so genannten Amoklauf zu machen, vorher noch mit enormem Aufwand eine Map baut, in der er das simulieren kann. Mal abgesehen von der Frage, ob Amokläufe in dieser Weise langfristig geplant werden, was ich bezweifele: Diese Map könnte dann höchstens noch als Werkzeug, nicht aber als Ursache, wie nach Emsdetten geschehen, in die Verantwortung genommen werden. Und das ist doch letztlich die grundsätzliche Frage: Ist die Möglichkeit, etwas virtuell zu probieren, die Ursache dafür, dass es in der Realität umgesetzt wird? Oder muss man die Ursachen für etwas so Ungeheuerliches wie einen Amoklauf nicht ganz woanders suchen, vor allem in vielfältigen sozialen Erfahrungen, die als Kränkung, Zurücksetzung, Ausgrenzung und so weiter erlebt wurden? Einer der von uns befragten Mapper erzählte, in seiner Map gäbe es einen versteckten Raum. Dessen Wände seien über und über mit Blut bedeckt, und einige Lehrernamen stünden daran. Damals habe er etwas Gruseliges einbauen wollen, vor allem sei es für ihn aber eine technische Herausforderung gewesen. Heute sei ihm die Vorstellung unangenehm, dass jemand diesen Raum beim Spielen seiner Map entdecken und falsch verstehen könnte. Wie bewerten Sie so etwas? Der Mapper hat sich seinerzeit nicht viele Gedanken darüber gemacht, was er da gemappt beziehungsweise inszeniert hat. Er hat es lediglich als technische Spielerei, vielleicht auch als kleine – verborgene – Provokation betrachtet. Inzwischen versetzt er sich stärker in die Perspektive anderer Leute hinein, und es wird ihm klar, dass Außenstehende seine Map vielleicht ganz anderes interpretieren könnten. Das hat er seinerzeit nicht gesehen, und es hätte ihn vermutlich damals auch nicht interessiert. Das zeigt einerseits einen wichtigen kognitiven und sozialen Entwicklungsprozess, den wir auf dem Weg zum Erwachsensein durchlaufen. Andererseits zeigt es aber auch, dass die Wahrnehmung der jungen Mapper auf das Ganze bezogen eine andere ist als die außenstehender Erwachsener. Eine der wichtigen Entwicklungsaufgaben, die wir als Menschen beim Größerwerden bewältigen müssen, ist doch, dass wir ein distanziertes und überdachtes Verhältnis zu Welt um uns herum entwickeln. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir uns in der Welt selbst orientieren können. Bei dieser Aufgabe brauchen wir Unterstützung, Anregung, Begleitung und auch Kritik. Aber: Diejenigen, die schon älter und „distanzierter“ sind, sollten die Interessen der Jüngeren, ihre Emotionalität und Begeisterung mit Gelassenheit betrachten, anstatt ihnen mit Kontrollfantasien zu begegnen. Protokoll: Michail Hengstenberg
Tags: , , , , ,
von Nils / März 10th, 2007 / 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Basti sagt:

    Hallo,
    von wann ist der Text? Würde ihn geren zitieren.

    MfG

    B.