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Besser als alle

Besser als alle

Für manche Spieler ist die Punktezahl auf ihrer Gamercard inzwischen viel wichtiger als das Videospiel selbst. So hat die Xbox 360 eine ganz neue Art des Gamings geschaffen Es ist schlimm, was ich durchgemacht habe", erinnert sich Jan Ochmannek. 15 Stunden hat er "Spongebob Underpants Slam!" auf der Xbox 360 gespielt, obwohl den 30-Jährigen das Kinderspiel bereits nach einer halben Stunde langweilte. Das Einzige, das ihn am Joypad hielt, waren die Gamerscore-Punkte, die er bekommen würde, nachdem er alle "Achievements" im Spiel gesammelt hat. Als Microsoft 2005 die Xbox 360 auf den Markt brachte, ahnte niemand, dass sie die Art und Weise, wie Menschen Videospiele spielen, für immer verändern würde. Denn seitdem können sich Spieler ein Xbox-Live-Profil anlegen, das nicht nur für ein einzelnes Spiel gilt, sondern für alle, die sie jemals auf ihrer Konsole gespielt haben. Es ist ihre Visitenkarte. Hier werden ihre Erfolge addiert, und alle anderen Spieler können diese sehen und mit ihren vergleichen. Je höher die spielübergreifende Punktezahl eines Gamers ist, desto anerkannter ist er. Denn dieser so genannte Gamerscore wird durch das Freischalten von Achievements (Englisch für "Errungenschaften") gespeist. Fünf bis 60 Punkte gibt es pro Erfolg in einem Spiel, und alle Gamedesigner müssen solche Belohnungen in ihre Xbox-360-Spiele integrieren. Es gibt viele Wege, an solche Achievements zu kommen: Manchmal erheben die Entwickler etwas zur Errungenschaft, das der Spieler im Verlauf des Spiel sowieso erreicht - indem er zum Beispiel einen Level abschließt oder eine Aktion zum ersten Mal ausführt. Manchmal wird er auch für gründliches Spielen belohnt. Wenn er beispielsweise in einem Jump'n'Run alle Münzen einsammelt oder in einem Rennspiel von jeder Automarke ein Exemplar in der Garage stehen hat. Auch für das Ausprobieren verschiedener Schwierigkeitsstufen gibt es mitunter Achievements. Für manche muss der Spieler drei Gegner mit einer einzigen Granate erledigen oder einen fünffachen Überschlag mit dem Auto hinlegen. Für die Story und das Spiel sind diese Erfolge nicht einmal relevant. Für Jan Ochmannek hingegen ist diese Metaebene alles. Mehr als 1000 Achievements hat er bereits freigeschaltet. Und das hauptsächlich in Download-Spielen, so genannten Live-Arcade-Titeln. Denn auf diese hat er sich spezialisiert. So sehr, dass er auf Platz eins der Live-Arcade-Spieler in Deutschland steht und der Zweitplatzierte gerade einmal die Hälfte seiner Punktzahl hat. Dem Klischee eines Videospiel-Nerds entspricht der Vater einer viereinhalbjährigen Tochter dennoch nicht. Ochmannek arbeitet als Betreuer in einer Behindertenwerkstatt, geht gern skaten und veranstaltet einmal im Monat eine Plattenauktion, bei der er als DJ auftritt. Seine Wohnung in Flensburg ist hell, groß und aufgeräumt, und am Eingang zieht man die Schuhe aus. Überall hängen Bilder von seiner Tochter, im Wohnzimmer gibt es mehr Schallplatten als Spiele, und im Flur lehnen Skateboards griffbereit an der Wand. Nur eine Ecke in seinem Schlafzimmer verrät seine Leidenschaft fürs Spielen. "Meinen Dungeon", nennt er sie, und neben Xbox 360, Monitor und Kopfhörer fallen dort vor allem seine Controller auf. Sie sind mit Überziehern präpariert, die besseren Grip versprechen als die glatte Plastikoberfläche. Auch wenn sie völlig abgewetzt sind. Jan Ochmannek sitzt in einem bequemen Stuhl vor dem Fernseher und grinst. "Inzwischen habe ich die richtige Position herausgefunden, in der ich hier auch acht Stunden am Stück sitzen kann, ohne dass mir irgend-was wehtut." Tatsächlich ist es vor allem Zeit, die er in die Jagd nach Erfolgen investiert. Stellt sich die Frage: Warum? "Ein Spieler aus Schweden hat mich darauf gebracht, als er mir zeigte, dass ich bereits auf dem zweiten Platz war, ohne dass ich mich bislang um Achievements gekümmert hatte", sagt er. Das weckte seinen Ehrgeiz, er wollte auf Platz eins. Der war zwar schnell erreicht, aber die Erfolge ließen ihn nicht mehr los: "Ich verbrachte plötzlich meine Zeit damit, Achievements zu jagen. Diese Ranglistensache hat mich süchtig gemacht." Was gar nicht die eigentlich Idee hinter den Achievements war. Steven Cakebread, der als Programmierer bei Bizarre Creations an Spielen wie "Project Gotham Racing" oder "Geometry Wars: Retro Evolved 2" mitgearbeitet hat, sagt: "Damit sollten die Spieler motiviert werden, Dinge auszuprobieren, die sie früher nicht gemacht hätten. Sie sollten die Spiele erforschen und sich intensiver mit ihnen auseinandersetzen. Solange sie Spaß dabei haben, auch das letzte Achievement zu knacken, ist das auch großartig. Problematisch finde ich Errungenschaften, die nur durch extremen Zeitaufwand zu erreichen sind. Und -solche, bei denen man erst mal im Internet nachgucken muss, was zu tun ist. Google-Achievements nenne ich die." Für Jan Ochmannek ist das alles kein Problem. Rund 50 Stunden hat er im Puzzlespiel "Lumines Live" Blöcke gestapelt, um auch das letzte Achievement zu bekommen, das es erst für - in diesem Spiel wahnwitzige - 500000 Punkte gibt. Für "Geometry Wars Retro Evolved" hat er sogar wochenlang trainiert. Denn dort eine Million Punkte zu erreichen, ist bereits schwierig - aber für das Achievement mit dem Namen "1.000.000 überlebt" musste er das schaffen, ohne dabei ein Leben zu verlieren. Wenn er an "Defender" denkt, ächzt er noch heute. Weil Monate vergingen, bevor es ihm gelang, sein Raumschiff bis zur fünften Angriffswelle durchzubringen. Aber er ist auch stolz darauf: "Ich bin kein begnadeter Gamer", sagt er, "aber ich bin hartnäckig. Ich habe mich durch viele Spiele einfach durchgebissen. Sogar "Totemball" habe ich komplett. Und da sind die Achievements nicht nur unverschämt schwer zu bekommen - sondern das Spiel ist auch noch echt schlecht." Manche Erfolge sind sogar so schwer zu erlangen, dass sie nur mit Tricks zu schaffen sind. 25000 Mal musste Jan Ochmannek sich zum Beispiel in "Texas Hold'em Poker" neue Karten geben lassen, bevor er jede mögliche Hand einmal in den Fingern hatte. Das war nur zu schaffen, weil nicht er selbst, sondern ein um den Controller gespanntes Gummiband zwei Wochen lang den A-Knopf drückte. Um für den "Gehirnmeister"-Erfolg alle Minispiel-Bilderrätsel aus "Gehirntraining" im knappen Zeitlimit zu lösen, musste Jan sogar noch mehr tricksen: Er zeichnete das Spiel mit seinem Videorekorder auf, pausierte es nach jeder Aufgabe und schaute nach der Lösung, bevor er das Spiel wieder startete. Auch das Verwenden von so genannten Turbo-Controllern, bei denen verschiedene Dauerfeuer-Modi eingestellt werden können, wird unter Achievement-Jägern akzeptiert. Nur wer seinen Gamerscore mit heruntergeladenen Spielständen manipuliert, ist als Schummler unten durch. Eine richtig eingeschworene Szene ist es, die Jan Ochmannek mit der Zeit entdeckte: Amerikaner, Franzosen und Engländer, die um die Spitze in der Weltrangliste kämpfen. Auf knapp 30 Leute schätzt er deren harten Kern. Aus den Top 20 hat er rund zehn Spieler in seiner Xbox-Live-Freundesliste. Und auch wenn alle in Konkurrenz miteinander stehen, tauscht man sich aus, verrät Tricks und assistiert sich. "Wenn ein neues Spiel draußen ist, treffen sich kurze Zeit später alle in der -Online-Lobby zum 'Boosten'", sagt Ochmannek. Das heißt, dass man sich gegenseitig hilft, die Online-Multiplayer-Achievements zu erreichen: "40 Online-Siege in einem Spiel wie 'Mr. Driller' sind auf normalem Wege kaum zu erreichen. Und natürlich geht es viel schneller, wenn man sich hilft. Bei Achievement-Jägern sind eigentlich alle Online-Erfolge geboostet." Auch sonst ist ihm jedes Mittel recht, an die begehrten Punkte zu gelangen: "Ich schaue mir Youtube-Filme über Achievements an oder lese nach, wie bestimmte Erfolge zu erreichen sind", sagt er und fügt hinzu: "Das mache ich oft mit einem schlechten Gewissen und sehe auch, wie bekloppt das ist und wie wenig das mit Spaß zu tun hat. Doch wenn man wie ich auf Masse geht, kann man sich Luxus nicht mehr erlauben." Er meint den Luxus, ein Videospiel einfach nur zu genießen. Diesem Wetteifern nach Erfolg konnte sich auch Frank Halgasch, der Produktmanager von Xbox Live, nicht entziehen: "Bei den ersten Entwickler-Präsentationen der Xbox 360 fiel mir der Gamerscore gar nicht besonders auf", sagt er, "als wir in der Abteilung aber unsere ersten Konsolen testen konnten, entbrannte zwischen mir und unserem Pressesprecher ein Kampf um den erfolgreichsten Spieler der Abteilung, und die Führung bei der Jagd nach neuen Achievements wechselte täglich. War man in der Nacht um zwei Uhr als letzter online und sicher, wieder vorn zu liegen, musste man am Morgen feststellen, dass der Kollege sein Frühstück gegen eine Runde 'King Kong' eingetauscht hatte und wieder in Führung lag. Heute führe ich die Abteilungswertung an und bin stolz auf meine 24555 Gamerscore-Punkte - auch wenn ich damit natürlich weit abgeschlagen bin hinter den wirklichen Achievement-Jägern." Für ihn liegt der Wert des Scores jedoch nicht in der absoluten Zahl. Für ihn ist der Reiz der Vergleich mit Freunden und das Glücksgefühl, einen schwierigen -Erfolg freigeschaltet zu haben. Dass Jan Ochmannek auf den Gamerscore fixiert ist, liegt in seinem Naturell begründet. "Es ist eine Schwäche von mir, so besessen zu sein", sagt er. Und so sind Videospiele nicht das Einzige, das er extrem betrieben hat. Als Kind war es Lego, später Skateboardfahren und einige Zeit lang auch Snooker spielen. "Ein unglaublich schwieriger, ästhetischer und toller Sport", sagt er. Heute ist seine kleine Tochter wieder sein Lebensmittelpunkt. Die extreme Zeit des Videospielens - immerhin drei Jahre am Stück - ist für ihn erst einmal vorbei. "Ich habe gerade einen Burnout: Nachdem ich auf Platz 19 der Weltrangliste gewesen bin, war die Luft ein bisschen raus. Um höher zu kommen, hätte ich noch so viele schlechte Spiele spielen und so viel Geld ausgeben müssen. Das war es mir nicht wert." Nicht zuletzt wegen seiner neuen Freundin. Noch bis Sommer dieses Jahres hat er morgens vor der Arbeit gespielt und abends, wenn seine Tochter im Bett war, sofort wieder. Bis spät in die Nacht. Oft bis zwei Stunden vor der Frühschicht. "So im Nachhinein, mit etwas Abstand betrachtet, ist das auch ganz schön bitter", sagt er, "ich bin so oft nicht auf Partys -gegangen oder zum Skaten, weil ich immer nur gespielt habe. Wie viel Lebenszeit dabei draufgegangen ist, habe ich nie ausgerechnet. Das ist gar nicht vorstellbar." Heute wählt er die Spiele, die er für Achievements komplettiert, wieder bewusster aus und spielt nur noch, was ihm auch Spaß macht. Und das soll auch erst einmal so bleiben - "obwohl ich das alles nicht bereue", wie er sagt: "Es ist irgendwie eine Genugtuung, der derbste Kaputtnik von allen zu sein. Aber es ist auch gut, dass jetzt eine andere Zeit angebrochen ist." Er geht wieder mehr skaten und will seine Aktivitäten als DJ ausbauen. Doch eines will sich Jan Ochmannek dennoch nicht mehr nehmen lassen: "Platz eins in Deutschland werde ich über die nächsten Jahre hinweg verteidigen."

"Die schaffe ich nie"

Achievements, die selbst Jan Ochmannek zu schwierig sind Schwarzer-Gürtel-Großmeister Beende alle 89 Level von "Mutant Storm Reloaded" auf Schwierigkeitsstufe "Schwarzer Gürtel". Mad Marine Rette alle Kriegsgefangenen in "Rush'n Attack" zwei Mal. Das wahrscheinlich schwierigste Live-Arcarde-Achievement überhaupt. Gott der Arktik-Driller In "Mr. Driller" am Nordpol 5000 Meter bohren. Klingt nicht schlimm, ist aber fünf Mal tiefer als im schwierigsten Level. Langer Marsch mit langem Hals Beende Spielstufe 100 in "Space Giraffe" mit Start in Stufe 1. So hart, dass man "so 'nen Hals" bekommt. Herr Falcon Siege in "Pinball FX" bei der State Championship auf dem Extreme-Flippertisch. Schon die Qualifikation ist hammerschwer.
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von Nils / Oktober 10th, 2008 / 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Basti sagt:

    Ja ja die Achievements… eigentlich finde ich die Idee einer Gamer ID Karte sehr cool. Einfach um zu sehen, was man über die Jahre, wie lange gespielt hat. Systemübergreifend wäre es natürlich noch schöner (ich wette auch, dass man seine Game ID mit in die nächste Konsolengeneration nehmen kann, da bekommt die Markentreue eine ganz neue Dimension). Ich fänds auch super meinen eigenen Gamerlebenslauf vom C64 bis zur XBOX 360 usw. zu haben. Dafür kam diese Entwicklung „leider“ etwas spät ;).
    ABER teilweise nerven mich diese Errungenschaften auch ganz schön. Ich kann nicht verstehen, wieso man wirklich schlechte Spiele spielt, nur um an die Punkte zu kommen. Es gibt soviele gute Spiele, Fime, Comics, Bücher etc. die ich aufgrund fehlender Zeit nicht richtig spielen/schauen/lesen kann. Da darf ich dieses Zeitgrab einfach nicht öffnen. Für die Industrie ist es auf jeden Fall ein Glücksgriff. Insgesamt ein Zweischneidiges Schwert…