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Ballast abwerfen

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Nach der dritten Revision ist die PSP kleiner denn je, und Spiele gibt es zukünftig nur noch online. Lohnt sich der Kauf der PSPgo also auch für Gamer, die bereits ein Vorgängermodell besitzen? Auf den ersten Blick wirkt die PSPgo wie eine verkleinerte Variante des Vorgängers, bei der die Steuerelemente vergessen wurden. Waren die bisher links und rechts neben dem Bildschirm platziert, kommen sie nun erst zum Vorschein, wenn der Screen nach oben geschoben wird. An die neue Anordnung der einzelnen Tasten gewöhnt man sich allerdings sehr schnell. Radikaler ist der Bruch mit der Vergangenheit beim Speichermedium: Es gibt kein UMD-Laufwerk mehr. In Zukunft landen die Spiele per Download auf dem Handheld. Ab Werk steht dafür ein 16 Gigabyte großer Speicher zur Verfügung, der mit Speicherkarten im Memory Stick Micro-Format erweitert werden kann. Dieses „Go“-Konzept passt perfekt zu einer mobilen Spielkonsole, da man keine Speichermedien mit sich herumtragen muss – ein bisschen traurig ist es allerdings für alle, die bereits PSP-Spiele auf UMD besitzen. Die werden sie mit dem neuen Gerät nämlich nicht verwenden können. Dass bereits auf Disk gekaufte Spiele gratis heruntergeladen werden dürfen, ist zwar geplant, Start und Titelauswahl sind aber ungewiss. Auch PSP-Zubehör wie GPS-Modul oder Kamera finden an der PSPgo keinen Anschluss mehr. Schade, dass beides nicht einfach in das Gerät integriert wurde. Zumindest gibt es jetzt ein eingebautes Mikrofon für Skype-Gespräche. Per Bluetooth können auch Handy-Headsets mit der PSPgo verbunden werden. Oder ein PS3-Controller. Das könnte nützlich sein, wenn man die neue PSP an seinen Fernseher angeschließen will – nur: Macht das wirklich jemand? Insgesamt wirkt die PSPgo wie ein unentschlossener Zwischenschritt auf dem Weg zur PSP 2. Durch ihre schlankere Form ist sie besser zu transportieren als ihre Vorgänger, und der Verzicht auf physische Datenträger ist so folgerichtig, dass man sich wünscht, die Entwickler wären schon früher so schlau gewesen. Das Gerät lohnt sich also für alle, die jetzt einsteigen. Umsteiger sollten warten, wie sich die Situation rund um die Gratisdownloads gekaufter UMD-Spiele entwickelt.

Die PSPgo ist seit 1. Oktober in Weiß und Schwarz im Handel und kos-tet 250 Euro. Das alte Modell ist für circa 170 Euro weiterhin erhältlich.

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von Chris Rotllan / Oktober 2nd, 2009 /

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