Bit Floyd
Musik, Retro
Was passiert, wenn man das Konzeptalbum einer der größten Progressiv-Rockbands konsequent zuende denkt, macht der amerikanische Programmierer Brad Smith hörbar. Auf seiner unscheinbaren Website hat er seine 8-Bit-Version des Albums „The Dark Side Of The Moon” der britischen Rockband „Pink Floyd” veröffentlicht. Die vereinten in den 70ern Rock und elektronischen Klängen und erspielten sich Weltruhm. Smith, der neben elektronischer Musik auch noch Indiespiele produziert, hat das Bit-Potential der Vorlage richtig eingeschätzt. Während andere Retro-Cover nach dem ersten Aha-Erlebnis schnell langweilen oder exzentrisch abnerven, sitzt hier jedes „Bling” und jeder Piepser. Eine Folge der ohnehin stark auf Geräuschfetzen und Synthesizersounds basierenden Vorlage. Jetzt fehlt nur noch das passende Spiel zum Soundtrack, den ihr hier kostenlos herunterladen könnt.
Märchenwald, entzaubert
Game, Kunst, Wirtschaft
Das Künstlerpaar Michaël Samyn und Auriea Harvey hat eine ausführliche Nachlese zu ihrem Spiel „The Path” (2009, PC / Mac) veröffentlicht. Auf der Website ihres Independent-Studios Tale Of Tales beschreiben sie in einem „Post Mortem” betitelten Artikel den kreativen Entstehungsprozess ihrer Rotkäppchen-Interpretation und sprechen offen über Erfolge und Misserfolge des Projekts. Die ernüchternde Erkenntnis: Trotz positver Resonanz von Seiten der Videospielpresse und der Spieler rechnet sich ein avantgardistisches Game wie „The Path” nicht. Die Produktion des Spiels hat doppelt soviel gekostet wie der Verkauf über Steam und andere Download-Portale eingebracht hat. Davon ließen sich Samyn und Harvey jedoch nicht entmutigen. Sie arbeiten bereits an zwei neuen Spielen.
Jetzt lesen: „The Path Post Mortem” bei www.tale-of-tales.com.
Spielend gesund
Veranstaltung, Wissenschaft
Wie bleibt man körperlich aktiv, wenn der liebste Zeitvertreib vor einen Bildschirm fesselt? Können Spiele einen fit machen? Diesen Fragen gehen Veranstalter und Besucher der „GameDays 2010″ nach. Die Konferenz findet am 25. und 26. März in der Technischen Universität Darmstadt statt.
Am ersten Tag halten Vertreter internationaler Universitäten Vorträge und vergleichen, wie Videospiel-Training à la „Wii Fit” gegen klassischen Sport besteht. Auch der Einfluss von Interface- und Sensortechnologie auf die Entwicklung von Gesundheitsspielen steht auf dem Programm. Am zweiten Tag präsentieren Wissenschaftler beim Programmpunkt „Business meets Science” Technologien und Trends aus Forschung und Industrie. Außerdem stehen Games zum Fitnesstest bereit. Studenten und Auszubildende können für 50 Euro an der Tagung teilnehmen. Der Standardpreis beträgt 250 Euro. Die Wegbeschreibung und ein genaues Programm gibt es hier.
Wer bin ich?
Game, Retro

Irgendwelchen zusammengewürfelten Krimskrams gilt es in den meisten Wimmelbildspielen zu finden. Beim Suchbild von Arcade Aid geht es ausschließlich um Videospiele. Die sind mal ganz deutlich mit einer Figur im pixeligen Stadtbild vertreten, manchmal aber auch nur durch Andeutungen oder Szenen, die es zu entschlüsseln gilt. Insgesamt 56 Spieletitel sind versteckt. Schafft ihr sie alle? Postet eure Scores in den Kommentaren.
Mit Volldampf durchs Sauerland
Ersteindruck, Game
Gestern bekam die GEE-Redaktion Besuch von Aerosoft. Mit im Gepäck: der Ende April erscheinende „Train Simulator – Railworks 2010“ für den PC. Nach dem Entwicklungsstopp von Microsofts zweitem „Train Simulator“ im vergangenen Jahr wollen nun die Paderborner mit ihrer gleichnamigen Simulation aufs Erfolgsgleis fahren.
Ein komplexes, originalgetreues Signalsystem für die Ruhr-Sieg-Strecke (Hagen – Siegen), deutsche E-Loks und eine große Tender-Dampflok – von diesen Qualitäten des neuen Simulators durften wir uns bereits überzeugen. Laut Entwicklern dauerten allein der Bau und das Design einer Lokomotive zwei bis drei Monate – und die investierte Zeit sieht und hört man der Zugsimulation an: Ob großspurige Dampflok, Diesel- oder E-Lok – innen wie außen scheint an alles gedacht worden zu sein. Jeder Griff, Hebel und Knopf, der sich am Original findet, hat seine digitale Entsprechung. Abgefahren: Mit der Hardware Raildriver Desktop können diese Steuerelemente sogar haptisch realitätsnah bedient werden.
Die hübschen Landschaften entlang der Strecken können wir auf fünf realen Routen und vier den Köpfen der Entwicklern entsprungenen Varianten betrachten. Um das Frustpotenzial bei Einsteigern gering zu halten, können Spieler den Realismusgrad der Simulation variieren. Wenn gewollt, zeigt sich der Simulator bei überhöhter Geschwindigkeit, Nichtbeachtung von Signalen und anderen Eisenbahner-No-Gos also gnädig.
Und das Schönste: Per Editor können nicht nur eigene Fahrpläne erstellt und Gleise verlegt, sondern auch Objekte und Umgebungen verändert werden. Vermisst der Eisenbahnverrückte also einmal ein Detail an seiner Hausstrecke, etwa die uralte Eiche an der Bahnhofsstraße, kann diese im Nu hinzugefügt werden. Die kommerziellen Add-on-Hersteller, die bisher für Microsofts „Train Simulator“ entwickelt haben, sind bereits auf den neuen Zug aufgesprungen. Und auch die Freeware-Community dürfte nicht lange auf sich warten lassen.
Die Fahrkarte für die Zugsimulation kann ab dem 30. April für rund 46 Euro gelöst werden.














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