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Kinder des Lichts

Kinder des Lichts

Vor dreißig Jahren hat Sven Stillich Zeitungen ausgetragen, um sich einen C64 kaufen zu können, heute schreibt er sie voll. Er ist Journalist, Buchautor und Textchef von GEE. Und unser Kolumnist. Dieses Mal schreibt er über: Das erste Mal Es ist 1982, ich bin dreizehn Jahre alt, und ich habe ein Ziel im Leben: möglichst schnell zu Hertie zu kommen. Denn für mich und meine Freunde gibt es nur ein Thema, vor und nach und während der Schule: dieser schwarze Kasten, der im Kaufhaus am Rande unseres Dorfs auf uns wartet. Fast ein wenig hoch für uns steht er da im Regal, doch wir sind in dem Alter, in dem nichts für uns ist zu hoch ist – außer Mathe vielleicht oder Französisch. Wir sind ganz normale Kinder: Wir fahren Fahrrad, unser Kanzler heißt Helmut Kohl, wir hören „Da, da, da“, wir toben nachmittags durch Maisfelder. Oder zumindest waren wir das bis vor Kurzem noch. Bis einer von uns das schwarze Ding mit dem schwarzen Bildschirm entdeckt hat. Seitdem hat unser Traum vier Knöpfe und einen kleinen Hebel. Jeden Nachmittag pilgern wir nun zu Hertie und nehmen sofort die Rolltreppe zu den höheren Stockwerken, zur Computerabteilung, zu unserem Reich. Dort stehen viele hellgraue Tastaturen und Monitore, doch die kümmern uns nicht. Der Mann, der hier arbeitet, kennt uns schon. „Heute aber nicht so lange“, sagt er immer, „und macht nicht so viel Krach.“ Manchmal verscheucht er uns, wenn Kunden da sind, die sich für einen ernsten Computer interessieren, um etwas Ernstes damit anzustellen. Uns interessiert nur eine Maschine im Regal. Man kann mit ihr spielen. Es ist eine Vectrex, das Spiel heißt „Minestorm“, und beides ist von MB – von derselben Firma, die im Fernsehen Werbung macht mit einem Jungen, der wir selbst sein könnten, der zum Spruch „MB präsentiert“ mit einem großen Schlegel einen Gong schlägt. Die Maschine ist ungemein teuer. So teuer, dass sie zu besitzen für uns immer ein Traum bleiben wird. Aber das ist uns nicht wichtig. Keiner von uns kommt je auf die Idee, sich von seinen Eltern eine Vectrex zu wünschen. Uns reicht die Maschine im Kaufhaus. Wir sind gebannt von der Schwärze ihres Bildschirms und dem weißen Licht, das aus ihm herausstrahlt. Diese Maschine wollen wir beherrschen, schlagen, wir wollen besser sein als sie – und, ja, wir wissen, dass wir gegen sie nicht gewinnen können. Wir sind zwar jung und starren auf Monitore, aber wir sind nicht blöd. Wir wissen auch, dass das auf dem Schirm nicht das echte Weltall ist, dass das keine echten Sterne, Ufos und Raumschiffe sind. Doch für uns fühlt es sich so an. Weil das weiße Licht, mit dem die Vectrex das Weltall malt, so hell und weiß ist, als würden wir in eine Supernova blicken. So muss das echte All aussehen, wenn man hindurchschwebt. Was für eine Macht dieses Gerät hat: Wir sind bloß Kinder, doch die Maschine schenkt uns die Galaxie – zumindest, so lange wir nicht an Asteroiden zerschellen und so lange wir treffen und nicht ge-troffen werden. Jeder von uns will immer besser werden. Denn unser Können kauft uns Zeit, Lebenszeit. Wer kein Leben mehr hat, muss weichen und einen Freund an die Köpfe lassen. Niemand will gehen. Lust brennt in unseren Augen. Wir sind Kinder, die mit Bildschirmen groß geworden sind. 1974 wurden wir bereits Fußballweltmeister im Fernsehen, und auch die WM war schwarz und weiß. Mein Fernseher hat drei Programme, da laufen „Kimba, der weiße Löwe“ und „Löwenzahn“. Ich kann hingucken und umschalten. Die Vectrex gibt mir mehr. Sie gibt mir etwas, das ich nie für möglich gehalten hätte: Auf dem Bildschirm bewegt sich etwas, weil ich es will. Ich neige den Joystick nach links, und mein Raumschiff dreht sich nach links. Es feuert auf mein Kommando. Wenn ich in Gefahr bin, drücke ich hastig einen Knopf, und das Schiff wird an einen zufälligen Ort teleportiert. Das rettet mir oft das Leben, doch manchmal taucht mein Raumschiff auf einem Stern auf und zerplatzt. „Hyperspace“ ist die letzte aller Möglichkeiten. Und ich lerne: Man weiß nie, was dabei herauskommt, wenn man zum Äußersten greifen muss. Die Vectrex erlaubt uns zwar, mit ihr zu spielen – aber sie hat ein Eigenleben, sie wehrt sich. Das alles prägt mich und meine Freunde. Es ist 1982, wir sind dreizehn Jahre alt, und wir erfahren zum ersten Mal, dass es Maschinen gibt, die sich von Kindern zähmen lassen und durch die wir in neue Welten schauen können. Ich bin mir sicher, dass dieses schwerelose Jahr zu allem Weiteren geführt hat: zu meinem ersten Commodore 64, zu „Paradroid“ und „Impossible Mission“, zu meinem Amiga und zu all den vielen Spielen, in denen ich mich sonnen durfte. Und dazu, dass ich gerade diese Kolumne schreibe auf einem Bildschirm. Mit Licht lassen sich Geschichten erzählen, und dieses Licht lässt mich nicht los. Zumindest, so lange ich noch ein Leben übrig habe. Wie war euer erstes Mal? Erzählt uns davon auf www.geemag.de/kolumne
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von Chris Rotllan / März 12th, 2010 / 14 Kommentare

14 Kommentare

  1. nexus6 sagt:

    Die Vectrex ist mit ihrem Vektorbildschirm wirklich einzigartig und fasziniert mich noch heute. Außerdem ist es schön zu sehen, dass eine kleine Fanbase noch Spiele für die Konsole programmiert.

  2. Sven Stillich sagt:

    … echt? Sag doch mal, wo man etwas dazu findet, wenn du magst. Beim Schnellgucken finde ich nur Museen und Emulatoren.

    Sven

  3. nexus6 sagt:

    Unten in der Liste findest du die Homebrewgames:
    http://www.vectrex.nl/games.html

  4. joe sagt:

    Toll geschrieben. Obwohl es bei mir das NES ein paar Jahre später war, hab ich beim Lesen mindestens zweimal Gänsehaut bekommen. Ob die Kids sich später auch so an ihr erstes Mal vor der PS3 erinnern werden?

  5. freeman_vincent sagt:

    1982 bin ich 11 Jahre alt und fahre regelmäßig mit dem Rad in die nächste Stadt. Ich komme aus einem Dorf und verdiene mir an Samstagen beim Straßenkehren einige Pfennige. Wie ferngelengt, zieht es mich im Zentrum der Stadt angekommen, in die Teestube. Ja richtig, in die Teestube, nicht zum Kaufhof den es hier auch gibt, sondern in die Teestube. Ein Tagestee kostet 20 Pfennig, welchen ich beim hineingehen bestelle. Ich gebe dem freundlichen Mann in langem Wollpulli und verwegener Rasur ;-) aber immer 70Pfennige und sage: `Einmal 15 min spielen bitte´. Ich kann es kaum erwarten und laufe dann auch schon gleich los zu meinem eigentlichen Ziel. Der Mann ruft mir hinterher:`Ich bring Dir den Tee gleich´. Hinter (und unter) einer alten Holztreppe gut versteckt, steht auf einem kleinen Tisch das Objekt meiner Begierde. Auf einem mit Edding geschriebenen Stück Karton steht `15min.=50PF´. Ich nehme auf dem Hocker Platz und drehe den runden schwarzen Knopf im Uhrzeigersinn. Das harte ´knacken` wird durch ein leichtes surren gefolgt, welches mich während meiner ca. 20 minütigen Spielzeit begleitet. Es ist ein Vectrex und das eingebaute Spiel Minestorm ist für mich das Tor in eine neue Dimension. Es ist fast sureal, dass ich hier sitze, 2-3 min. später meinen Tee gebracht bekomme und in einer eher Öko-angehauchten Umgebung von der Zukunft förmlich verschlungen werde. Das erste Minenfeld wird vom Basisschiff gelegt und mein Raumschiff erscheint. Ich bewege den Stick und schiesse wie wild in alle Richtungen. Ich bin glücklich, seelig und zeitlos gefangen. 15 min. sind leider viel zu kurz und ich spiele immer noch, als ob es nur diese eine Sache in meinem Leben gibt. Nach 20 minuten bewegt mich mein schlechtes Gewissen aufzuhören. Der Tee ist erkaltet. Auf dem Weg zur Theke trinke ich den Tee schnell aus und bedanke mich. Meine Gedanken sind immer noch beim Vectrex und ich sage beim Verlassen der Teestube: `bis zum nächsten mal´. Ich fahre mit dem Rad wieder zurück in mein Dorf und habe nur diese eine Sache im Kopf `VECTREX´.

  6. Sven Stillich sagt:

    Hallo Joe,

    das mit der PS3 ist eine gute Frage. Ich denke, dass jede Generation sich an ihr „erstes Mal“ erinnert. Es macht ja auch keinen Unterschied, ob das erste Konzert Led Zeppelin oder Lady Gaga war. In 20 Jahren werden wir Sätze hören und lesen wie „Ach, weißt du noch, damals, ‚Bayonetta'“?. Den Unterschied, denke ich, macht nur die jeweilige Dekade, in der das erste Mal geschieht: Für mich war das Videospiel damals auch revolutionär, weil sich auf dem Fernseher zum ersten Mal etwas bewegt hat, weil ich es wollte – und diese Erfahrung wird die PS3-Generation so nicht mehr machen. Die weiß, dass sie es mit ein wenig Chuzpe sogar ganz schnell INS Fernsehen schaffen kann :).

    Viele Grüße
    Sven

  7. Sven Stillich sagt:

    Moin freeman_vincent,

    das ist eine sehr schöne Geschichte! Bei mir war es später eine Wurstbude. Da stand in der Ecke ein Arcade-Automat. Ich weiß nicht mehr welcher, vom Stil her war das Spiel wie „1942“ von Capcaom. Vielleicht war es das sogar. Wir haben aber nicht immer Würste gekauft, wenn wir spielen wollten :).

    Viele Grüße
    Sven

  8. Sven Stillich sagt:

    Erinnert sich noch jemand an „Capcaom“? Große Firma! :)

  9. freeman_vincent sagt:

    Danke Sven,

    ich kann mich noch sehr gut daran erinnern! Entdeckt habe ich das Vectrex als mich meine Mutter zum Teetrinken mitnahm.

    Mein Cousin in Frankreich hatte das Vextrex dann sogar zu Weihnachten bekommen. Wenn ich dann zu Besuch bei meiner Familie war haben wir gemeinsam und gleichzeitig (Armor Attack)gespielt. Das war leider sehr selten.

    Vor ca. 8 Jahren dann hab ich mir bei ebay ein gut erhaltenes Exemplar gekauft. Da die Auktion damals zur Mittagszeit endete nahm ich mir für diesen Tag sogar Urlaub um sicher zu sein, das Vextrex zu bekommen. Inzwischen habe ich über 15 Spiele dafür, alle im Karton (Schuber) und mit der Original Folie. Sogar für Minestorm hab ich die Folie. Einen 2. Controller hab ich auch. Regelmäßig zu Weihnachten kommt das Vextrex aus seiner Box und wird bespielt.

    Inzwischen habe ich sicher über 100 Konsolen. Die meisten doppelt oder dreifach. Sega Master, Sega Master II (2x), Mega Drive, Mega Drive II (2x), Mega CD, Mega CD II, 32X, Sega Saturn (2x), Dreamcast (2x), NES PAL (2x), NES US, SNES, N64, Gamecube, Wii, PS1 (2x), PSOne (incl. TFT), PS2, PSTwo, PS3 (2x), Atari 2600 (über 10Stück), 6er mit Holz-DarthVader, Junior in verschiedenen Ausführungen/Designs), Panasonic 3DO, PC-Engine, Gameboys in zig Ausführungen, DS Time & Watch Telespiele wie Oil Panic, Donkey Kong, Donkey Kong II, etc., Game Gear (2x), PSP, etc. etc. etc.

    Für vieles hab ich auch spezielles Zubehör wie TV-Aufsatz für Game-Gear, zahlreiche Arcadesticks, Lenkräder (bisher auch alle 3 erschienenen offiziellen Gran Turismo Lenkräder), Track&Field Arcade-Boards (gleich 2x) für das Atari 2600 incl. orig. Track & Field Modul, Angelcontroller, Pistolen (zig mal), Tanzmatte mit Maracas (Samba de Amigo), Motorsägen (Resident Evil) für Wii und PS, und und und…

    Mir fällt nicht alles auf Anhieb ein. Alles ist in großen Kunsstoffkisten (von IKEA) verstaut.

    Sogar einen Playseat habe ich. Auf die Idee kam ich 1985, als ich mein erstes mal Geld in einen Spielautomaten geworfen habe. OUT RUN war für mich die Offenbarung! Meinen ersten Playseat (noch mit Holz und echtem Recaro Sitz vom Schrottplatz) baute ich 1995, als noch niemand von Playseats sprach. Die 2. Version war etwas kleiner und beweglicher (mit Rädern) und meine nun 3. Version (schon ca. 7 Jahre alt) ist aus einem Stahlgerüst welches ich sorgfältig zusammengeschweisst habe. Als Sitz dient ein alter Kart-sitz, den ich mit Glasfiebermatten neu aufbereitet habe. Als Lenkrad dient das GT-Lenkrad (2. Ausgabe) von Logitech. Das neueste (also GT5 Proloque) Lenkrad mit Schlupfverstellung ist noch Original verpackt im Karton und hab ich noch nicht ausprobiert. Liese sich aber in wenigen Minuten auf meinen Playseat montieren.

    Bis auf die gelegentlichen Ausgaben von GT und RE5 hatte ich die letzten 15 Jahren aber selten bis kaum gespielt. Erst im Januar 2009 hat es mich wieder gepackt. MOTORSTORM Pacific Rift ist seither eines meiner absoluten Lieblingsspiele. Fast täglich zieht es mich zu einigen Rennen. Ich habe noch nie ein Spiel so sehr gespielt wie dieses. Ich habe Spieler kennen gelernt die über 50 Jahre alt sind und immer noch mit Leidenschaft spielen. Als ich 30 wurde, war das Videospielen noch nicht so etabliert. Ich spielte nur während Feiertagen, Nachts oder an verregneten Urlaubstagen. Ich bekam gar ein schlechtes Gewissen wenn ich mal länger als eine halbe Stunde gespielt habe. Es war eine in der Gesellschaft und Familie eher ungern gesehene Freizeitbeschäftigung. Erst mit der Wii vor wenigen Jahren kam der Durchbruch.

    Heute weiss ich, man ist nie zu alt zum spielen!!!
    Dafür geht ein besonderer Dank auch an die GEE Redaktion. Danke Leute, Ihr macht einen tollen Job ;-)

  10. freeman_vincent sagt:

    zu CAPCOM

    Hallo Sven,

    Du meinst doch sicher Capcom?

    Mir fällt zu Capcom Ghost´n Goblins ein, Resident Evil/Biohazard, oder 1942 (Horizontalscrollender Flugzeug-Shooter).

    Gibts auch heute noch!

    Wenn Du Capcaom meinst, musst du googeln. Ich kann mich daran nicht erinnern.

    gruß

    freeman_vincent

  11. Sven Stillich sagt:

    freeman_vincent,

    ich danke dir für das Lob. Und natürlich meinte ich „Capcom“, ich hatte mich nur vertippt. :)

    Viele Grüße
    Sven

  12. Pavel sagt:

    Einer meiner ersten Kontakte fand um 1990 mit so 9 Jahren in einem kleinen Münsteraner Spielzeugladen (den es natürlich nicht mehr gibt) statt. Dort
    spielten wir nach der Grundschule stundenlang
    „Tetris“ auf dem Ur-Gameboy. Das Gerät war nicht
    mal mehr gesichert, das muss man sich mal vorstellen, und man konnte sich chillig an eine Vitrine mit Modellflugzeugen auf den Boden setzen. Nach diversen sehr nervigen Rumquengeleien gab´s ihn
    schließlich zum Geburtstag (mein Favorit immer noch: „Gargoyle´s Quest“ – neuer Teil erwünscht!).

  13. Sven Stillich sagt:

    Hi Pavel,

    was ich mich ja grad frage: Gibt es so etwas außer bei den von den Herstellern gestellten / bezahlten Demo-Stationen bei Saturn oder so heute auch noch: Kaufhäuser, in denen man stundenlang an Konsolen spielen kann – und niemand sagt etwas dagegen oder höchstens halbherzig? Den Gameboy damals, den konnte er doch nicht mehr verkaufen – außer an dich natürlich :).

    Viele Grüße
    Sven

  14. Pavel sagt:

    Hossa Sven,

    Gibt´s wahrscheinlich (aus von dir genannten Gründen)
    nirgendwo mehr. Schade schade. „Resident Evil 3: Nemesis“ hab ich zum Erscheinen beim „Pro-Markt“ (fast) ganz durchgezockt (weil keine Memory Card, auch ohne Speichern). Da hat noch keiner was gesagt (ausser pöbelnden Kindern, die auch ranwollten ;-))

    Beste Grüße auch an die Restredaktion!
    Pavel