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Super Mario Galaxy 2

Super Mario Galaxy 2

Klempner rettet Prinzessin - für immer und immer. Und jetzt ist das neue „Mario" auf den ersten Blick auch noch spielerisch identisch mit dem Vorgänger. Muss das denn sein? Ja, es muss! Wii | Entwickler & Publisher Nintendo | Termin 11. Juni 2010 | Preis 50 Euro | USK 6 | Spieler 1-2 Mario-Games bekommen selten einen Nachfolger. „Super Mario Galaxy 2“ ist eine Ausnahme, die auf den ersten Blick aussieht wie ein Klon des Vorgängers. Hat der zweite Teil wirklich nichts Neues zu bieten? Worum geht’s? Immer dieselbe Leier: Mario will Peach besuchen, die wird aber von Bösewicht Bowser entführt. Wie im Vorgänger verfolgt Mario Bowser durch das Universum und kämpft auf Planeten gegen dessen Stellvertreter. Ein zweiter Spieler steuert einen Stern, der kleinere Gegner besiegt und schwer zugängliche Items einsammelt. Die Menüführung der Planetenreise hat Nintendo ordentlich entschlackt. Statt von einer Hub-Welt umständlich Galaxien anzusteuern, fliegt Mario in seinem Raumschiff über eine klassische 2D-Karte. Außerdem haben nun auch Anfänger dank fairerer Rücksetzpunkte innerhalb der Level eine Chance, die 3D-Hüpfereien zu überstehen. An besonders harten Stellen zeigen Ingame-Monitore die richtigen Moves, oder eine Phantom-Lady spielt die Passagen anstelle des Spielers gleich ganz durch. Viele Spieler werden das nutzen, denn „Super Mario Galaxy 2“ ist vor allem eines: verteufelt schwer. Wer alle 120 Welten freispielen will, muss die Hilfsangebote des Spiels jedoch zurückweisen, denn mit Unterstützung errungene Sterne sind nur aus Bronze, und der dritte Platz zählt in „Super Mario Galaxy 2“ genau so viel wie im wahren Leben – nämlich gar nichts. Wie sieht’s aus? Einstein und Hawking hätten ihre Freude am Level­design des Spiels, denn das stellt Raum und Zeit immer wieder auf den Kopf. Ständig ändern sich die Perspektiven: Aus dreidimensionalen Räumen wechselt das Spiel nahtlos in die 2D-Ansicht von „New Super Mario Bros.“, oder die Kamera zeigt den Klempner aus der Vogelperspektive, während sich die Levelstrukturen wabernd verschieben und wie in Pop-up-Büchern auseinanderklappen. An manchen Stellen ändert sich die Schwerkraft, auf Knopfdruck fließen die Sekunden zäh wie weicher Gummi dahin, und der Fußboden verschwindet im Rhythmus der Beats. Nur wer die Mechaniken hinter den genial gestalteten Galaxien durchschaut, wird zum Herrn über das Raum-Zeit-Pilz-Kontinuum. Was uns begeistert Mario hat jetzt neue Outfits und einen Freund an seiner Seite – und dank derer ist „Galaxy 2“ ein eigenständiges, großartiges Spiel geworden: In fluffiges Weiß gehüllt, lässt Mario Wolken unter seinen Füßen entstehen, als Fels-Mario kegelt er Gumbas zur Seite, und mit seinem Kreiselbohrer fräst er sich durch ganze Planeten. Der heimliche Star des Spiels ist aber Reitsaurier Yoshi. Der rennt nach Chili-Genuss wie eine Rakete, leuchtet mit Glühbirnen im Bauch Geisterschlösser aus und steigt dank einer Blasebalg-Beere prall gefüllt in die Luft. Sein gefährlichster Feind: die Schweinekugel, die sich an seinem Maul festsaugt. Beim Betätigen des Zungenknopfs verteilt Yoshi nun saftige Knutscher. Der Drang der Figuren, wild herumzuküssen, ist nachfühlbar: Für dieses Spiel möchte man Miyamoto persönlich gerne einen Schmatzer geben Fazit Warum können nicht alle Spielaufgüsse so toll sein? „Super Mario Galaxy 2“ spielt sich vertraut und setzt frische Ideen in Perfektion um. Für Freunde von: „Banjo Kazooie“, „Super Paper Mario“, „Patapon“ Jetzt im GEE-Shop bestellen [nggallery id=23]
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von Christian / Juni 11th, 2010 /

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