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Annahme verweigert

Annahme verweigert

Vor dreißig Jahren hat Sven Stillich Zeitungen ausgetragen, um sich einen C64 kaufen zu können, heute schreibt er sie voll. Er ist Journalist, Buchautor und Textchef von GEE. Und unser Kolumnist. Dieses Mal schreibt er über: Endnutzerverträge

Lesen Sie sich diese Erstleserlizenzvereinbarung bitte aufmerksam durch.

Die GEE Media & Marketing GmbH (im Folgenden „der Verlag“ genannt) gewährt Ihnen hiermit eine eingeschränkte, widerrufliche, nicht übertragbare, nicht unterlizenzierbare und nicht-exklusive Lizenz, die Ihnen gestattet, die vorliegende Ausgabe des Magazins „GEE“ ausschließlich für private, unkommerzielle Lesezwecke zu verwenden. Die Lizenz endet automatisch 60 Tage nach dem Erstverkaufstag, ein Weiterverkauf ist untersagt. Die gewährte Lizenz verleiht Ihnen keine Eigentumsrechte an der Ausgabe. Alle Eigentums- und sonstigen Rechte (insbesondere am Titel, Texten jeglicher journalistischer Form, lustigen oder lustig gemeinten Bildunterschriften, Rubriken, Seitennummerierungen etc.) sind Eigentum des Verlags. Sollten Sie sich während des Lesevorgangs eigene Gedanken machen, die durch den Inhalt vorliegender Ausgabe ausgelöst wurden, oder Ihnen zeitlich unbeschränkt nach dem Leseprozess Ideen in den Sinn kommen, die kausal oder argumentativ auf die Inhalte des Magazins „GEE“ zurückzuführen sind, sind auch diese Eigentum des Verlags und diesem unmittelbar mitzuteilen. Weiterhin ist die Verbreitung und Fortentwicklung dieser Gedanken oder Ideen untersagt, unabhängig von deren Qualität oder Quantität. Der Verlag hat das Recht, diese in ursprünglicher sowie veränderter Form zu nutzen, zu vervielfältigen, ohne Rücksprache an Dritte weiterzugeben oder sonstig zu verwerten. Der Verlag behält sich das Recht vor, den Einzelverkaufspreis des Magazins „GEE“ auch rückwirkend und ohne vorherige Ankündigung den Marktentwicklungen anzupassen. Für die Nutzung der Online-Services des Verlags ist ein Zugang unter der Internet-Adresse www.geemag.de notwendig, die Erlaubnis zur anonymisierten Erfassung von personenbezogenen Daten (IP-Adresse, Klarname, Geburtsdatum, Kreditkarteninformationen, installierte Spielesoftware) ist Teil der Vereinbarung. Der Verlag kann diese Vereinbarung jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen oder nach eigenem Ermessen anpassen. Sollten Sie sich mit einer überarbeiteten Vereinbarung nicht einverstanden erklären, sind Sie nicht berechtigt, das Magazin „GEE“ weiterhin zu lesen und müssen sämtliche Kopien aller Ausgaben, die sich in Ihrem Besitz befinden, endgültig vernichten. Wer würde eine solche Vereinbarung unterschreiben, nur um eine Zeitschrift lesen zu dürfen – um also ein Medium nutzen zu dürfen, für das er bezahlt hat? Wer würde so viele Rechte abgeben und so viele Grenzen akzeptieren? Niemand? Genau. Und doch machen wir alle genau das immer wieder: wenn wir Bürosoftware auf dem Rechner installieren, wenn wir Computerspiele auf dem PC spielen wollen – und immer mehr sogar, wenn ein Videospiel auf einer Konsole startet. Dann verbindet sich das Spiel mit Servern, deren ellenlange und äußerst krude formulierte Nutzungsbedingungen wir akzeptieren müssen. Zusatzinhalte werden nur verfügbar, wenn wir persönliche Daten angeben, von denen wir nicht wissen, wo sie später landen. Und doch klicken wir immer wieder blindlings auf „Annehmen“ – geht ja schnell, wird schon nichts passieren. Vor ein paar Jahren hat ein Ameri-kaner 1000 Dollar gewonnen, weil er sich die Endnutzervereinbarung eines Programms genau durchgelesen hat und darin eine Passage fand, die demjenigen, der bis dahin gelesen hatte, einen Preis versprach. 3000 Nutzer hatten das Programm vor ihm installiert und die Vereinbarung angenommen – beziehungsweise: einfach weggeklickt. Hätten wir so weit gelesen? Ich jedenfalls nicht. Wir alle haben uns daran gewöhnt, an der Tür von Spielwelten unsere Rechte abzugeben. Warum eigentlich? Und warum haben wir uns so schnell damit arrangiert? Schließlich ist diese Entwicklung nicht besonders alt. Vielleicht liegt es daran, dass uns die Hersteller kurz bevor das Spiel endlich losgeht, vor die Wahl stellen, entweder zu allem Ja zu sagen oder eben nicht spielen zu dürfen. Wir aber wollen nichts lieber, als endlich loszulegen, nehmen die Entscheidung gar nicht als Entscheidung wahr und stimmen reflexhaft zu – geht ja auch so einfach, ist ja nur ein Mausklick. Vielleicht erachten wir die Rechte, die wir verlieren, auch nicht als wichtig. Oder zumindest erscheint uns der erhoffte Gewinn durch das Spiel viel größer als der Verlust des Rechts, ein Spiel verkaufen zu können, oder sogar der Rechte an allem, das wir im Spiel selbst erschaffen, seien es Level (wie beispielsweise in „Little Big Planet“) oder Mobiliar (wie in „Die Sims“). Anders ist nicht zu erklären, dass kein vernehmbarer Aufschrei von Spielern zu hören ist oder sich nur in einschlägigen Internetforen Unmut breit macht. Würde man uns – mich eingeschlossen – vor dem Finale eines Spiels eine „Endgegnernutzungsvereinbarung“ vor die Nase halten: Wahrscheinlich würden wir die auch ungelesen annehmen. Denn wir, wir wollen ja nur spielen. Und lieber gar nicht so genau wissen, welches Spiel dabei mit uns gespielt wird. Was würde eigentlich passieren, wenn viele von uns einfach mal die Annahme verweigerten?
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von Chris Rotllan / Dezember 12th, 2010 / 2 Kommentare

2 Kommentare

  1. Jan Mueller sagt:

    Cleverer Artikel! Leider auch noch wahr… Doch welche Möglichkeiten hat man als User schon? Fast egal welcher Hersteller oder Anbieter – der Kunde schaut fast immer in die Röhre. Und dann wundert man sich allen Erstes über Piracy..?

  2. SethSteiner sagt:

    Ein sehr schöner Artikel und leider sehr, sehr wahr in seinem Innern. Denn nicht nur, dass die Videospielindustrie ihre Lizenzmacht ausnutzt um dem Verbraucher Rechte wie Eigentum und Wiedverkauf abzuerkennen, weder Spieler NOCH Medien echauffieren sich darüber. Es gibt hier und da zwar welche die eine Gegenmeinung vertreten aber wo sind die Konsequenzen? Wo schreit die GEE auf, dass ein Dragon Age im Spiel für eine Quest wirbt, die man sich dann für 7 Euro erstmal runterladen muss? Wo ist die Kritik an den unvollständigen Spielen in den Regalen, die man sich wie ein Puzzle zusammensetzen muss und dabei oft einen sehr viel höheren Preis bekommen.

    Was ist der Preis für das Schweigen? Der Preis ist genau das. Kunstwerke, insofern man vieles davon noch so nennen will, werden vernichtet. Das Spielerlebnis geschmälert und mit Hürden versehen. Das Portmonee leichter und leichter. Und die Spielindustrie? Gibt sie etwas zurück? Nutzt sie ihre gewaltigen Einnahmen? Schöpft sie sie aus und befriedigt Bedürfnisse der Kundschaft? Nein, denn das ist nicht nötig, wenn der Großteil ihnen für Mist den Rachen vollstopft.

    Diese Kolumne war sehr wichtig und ich war sehr froh sie in der GEE gelesen zuhaben. Doch sie kann nur der Anfang sein. Die Aufklärungsarbeit steckt noch in den Kinderschuhen, denn es muss gehandelt werden. Man kann einfach nicht schreiben man erwarte etwas von Bioware, wenn sie ein Entwicklerstudio von EA ist und sich bereitwillig alles was zum Schaden des Verbauchers ist diktieren lassen. Die ganz klar bei objektiver Bewertung schlechtere Arbeit als in der Vergangenheit leisten. Es ist wichtig, Konsequenzen aus Fehlern zu ziehen und zwar in dem Fehler genannt werden und Könige aus ihren Schlößern gejagd werden.

    Stattdessen herrscht an viel zu vielen Stellen das eiserne Schweigen und wenn mal jemand etwas dazu sagt, kommt viel zu häufig fadenscheiniges. „Du kennst doch den Preis, du musst es ja nicht kaufen“, „Niemand zwingt dich, also ist es keine Abzocke!“, „Das liegt an den Raubkopierern!“, „Keinen Zentimeter den Cheatern!“.

    Videospieler wurden entlarvt als eine über alle Maßen dumme Fraktion. Die einzige Frage die sich stellt ist: Wieviele und seit wann?

    Heute gibt es zwei Stereotypen von Videospielern. Das des dicken, pickeligen Brillenträgers und den durchtrainierten Zwischendurchspieler.
    Hat man den Videospielern oft vorgeworfen, einfach nur zu spielen und dabei die Realität aus den Augen zu verlieren, ist der heutige Spieler ein cooler Boy von nebenan. Jemand der Sport treibt. Ja man möchte fast das Wort arisch in den Mund nehmen. Doch ausgerechnet dieses neue, hippe Stereotyp scheint die Realität wirklich aus den Augen verloren zuhaben. Anders lässt sich das verneinen von Indizien und Fakten nicht erklären. Anders lässt sich der reine Unterhaltungsgedanke nicht erklären, der viel deutlicher Sichtbar ist als zu irgendeiner anderen Zeit.