Was, wenn uns unsere Muskeln nicht mehr gehorchen würden? Oder wir auf einmal taub wären? Würden wir aufhören, Games zu spielen? Viele behinderte Menschen standen vor dieser Entscheidung. Und sie kämpfen weiter – gegen virtuelle Gegner, gegen den Feind im eigenen Körper und für ihre Liebe zum Videospiel(mehr …)
Vor zwölf Jahren veröffentlichte die junge Firma Valve einen Egoshooter. Er erzählte eine Geschichte, die heute zu den Science-Fiction-Klassikern des zwanzigsten Jahrhunderts zählt – und an deren Ende alles infrage steht(mehr …)
Am 29. September wird die Playstation 15 Jahre alt. Das ist ein Grund zu gratulieren – und ein guter Anlass, den grauen Kasten wieder einmal herauszukramen und in die Spiele einer Ära abzutauchen, die vielen sehr nah und doch unglaublich fern erscheint(mehr …)
Ein Jahr lang hat Thomas Brush an seinem Jump'n'Run „Coma” gestrickt. Viel Zeit für ein kleines Flash-Game. „Jeden Abend habe ich vor dem Einschlafen mindestens eine Stunde lang wach gelegen und mir Gedanken über das Spiel gemacht”, erinnert sich der Student aus South Carolina. „Am nächsten Morgen habe ich es dann oftmals komplett umgeschrieben. Das hat mich immer wieder zurückgeworfen.” Geschadet hat es dem Spiel nicht. Die melancholische Welt um den kleinen Pete, der sich aufmacht, um seine Schwester zu befreien, hat etwas von einem Traum, der jederzeit in einen Albtraum umkippen könnte. „Der Entwicklungsprozess von ‚Coma’ war für mich die bisher intensivste und verwirrendste Erfahrung meines Lebens", sagt Thomas Brush. „Und das schlimmste: nachdem ich das Spiel fertig gestellt hatte, war ich mir nicht einmal sicher, ob es überhaupt gut ist.” Derartige Selbstzweifel sind so sympathisch wie unbegründet. „Coma” ist wundervoll.
von Oliver Klatt / August 21st, 2010 /
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Nach rund hundert Presseterminen in vier Tagen rauchen uns die Köpfe. Welche Spiele uns auf der Gamescom am besten gefallen und welche Premieren uns am meisten überrascht haben, erfahrt ihr in der nächsten Woche. Ein Sieger steht jedoch jetzt schon fest: Den Preis für die enthusiastischste Spielepräsentation geht an die Jungs vom polnischen Entwickerstudio CD Projekt RED. Bei kaltem Bier wurde "The Witcher 2: Assassins Of Kings" selbstbewusst als das beste Rollenspiel aller Zeiten angepriesen. Die Konkurrenz wurde veralbert, man ließ die Künste der eigenen Programmierer und die Leistung der für "The Witcher 2" stark verbesserten Gameengine hochleben. Soviel unaufgesetzte Euphorie für das eigene Produkt hob sich erfischend vom routiniert abgespulten Programm anderer Anbieter ab.
Die Krönung war jedoch das Presskit, das jeder Journalist in die Hand gedrückt bekam: Neben einem putzigen Papercraft-Modell von Hexer Geralt zum Selberbasteln gab es einen Notizblock, dessen erste Seiten bereits mit übertrieben überschwänglichen Notizen, Zeichnungen und Diagrammen vollgekritzelt waren. Man durfte also auf das Mitschreiben verzichten und konnte sich ganz auf das polnische Bier und das polnische Gameplay konzentrieren. Dieser Job kann sehr, sehr schön sein.
Gerade in der „Fable III“-Präsentation: Während Peter Molyneux über die neuen Möglichkeiten seines kommenden Rollenspiels philosophiert, zeichnet er. Jede Feststellung wird auf dem Papier mit energischen Linien unterstrichen, jedes Feature mit einem krakeligen Bildchen illustriert. Dazu liegen vor dem Game-Designer dutzende leere Blätter und ein Arsenal an Stiften.
Auf diesem Kunstwerk zu sehen: der Verlauf der Story und mit ihr der Wechsel im Gameplay. Erster Akt, der Kampf um eine wachsende Anhängerschar und die Revolution gegen den Tyrann Logan. Zweiter Akt, die Herrschaft über das gewonnene Reich.
Ach ja, das Spiel selbst sieht übrigens auch großartig aus.
Die rücksichtslosen Killer Kane und Lynch sind zurück. In „Dog Days” verschlägt es die Soziopathen nach Shanghai - in einer körnigen Optik, wie aus einem Youtube-Video(mehr …)
Keine Sorge. In den nächsten Tagen und Wochen lest ihr hier alles über die tollen künstlerischen Spiele der Messe, alles über die Journeys, Kirbys und Project Dusts. Am dritten Tage in Köln, wo die Aufnahmefähigkeit für subtile ästhetische Details schon nachlässt, wurden meine Synapsen vor allem von Beats in Schwung gebracht. Ich liebe Hip Hop und habe vor 15 Jahren selber das Mikrophon auf Bühnen geschwungen. Die Texte waren derbe, der Flow ließ leider zu wünschen übrig. Mit „Def Jam Rapstar“ kann ich diesen endlich trainieren: 45 Tracks von Method Man, Ice Cube, Kanye West oder Peter Fox stehen in diesem ersten ernst zu nehmenden Hip Hop Musikspiel zur Auswahl. Bewertet wird die Tonhöhe, der Flow und die Textgenauigkeit. Doch „Rapstar“ ist mehr als ein „Singstar“ für Wannabe MCs. Die Webseite zum Spiel stellt ein eigenes soziales Netzwerk dar, in dem man seine eigenen Performances hochladen kann. Spieler können sich zu Crews zusammenschließen, Freestyles hochladen oder Beef ausfechten, der durch Publikumsvoting entschieden werden kann. So wird das Spiel zu einer harten, aber veritablen Schule für den Reimernachwuchs. Mögen aus absoluten Beginnern absolute Giganten werden.
von Heiko Gogolin / August 19th, 2010 /
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Für uns hat die Gamescom bereits gestern begonnen. Ganz entspannt konnten wir durch mehr oder weniger leere Hallen laufen, erste Termine wahrnehmen und die neusten Produkte der Gamesbranche bestaunen. Heute morgen dann schon großer Andrang und lange Schlangen.
Ein Glück, dass der Termin bei Parrot schon gestern war, denn da konnten wir endlich diese ferngesteuerte Drohne in die Luft gehen lassen. Den Parrot AR.Drone Quadricopter hatten wir vor einigen Monaten schon mal im Heft, aber erst setzt gab es Modelle zum Probefliegen.
Und tatsächlich ist das Teil so super, wie es schon in der Beschreibung klang. Eigentlich noch besser. Gesteuert wird per iPhone. Über Touch-Elemente und Neigung. Kinderleicht ist das, weil sich die Drohne immer sofort in einem Schwebezustand stabilisiert, sobald man aufhört zu lenken. Völlig angstfrei und akkurat lässt sich der Flieger so steuern. Auf dem Screen des iPhones ist dabei zu sehen, was die Kamera der Drohne filmt, so kann man auch mal vorsichtig um die Ecke gucken. Ab September soll es dann auch noch Augmented Reality-Spiele geben, bei denen man mit der echten Drohne virtuelle Gegner jagt.
Wer in den nächsten Tagen noch zur Gamescom kommt, sollte sich die AR.Drone unbedingt live anschauen und am besten auch selbst fliegen. Sogar wenn man dafür möglicherweise etwas anstehen muss.
Und für alle die jetzt schon überzeugt sind: Die Parrot AR.Drone gibt es seit gestern bei Saturn zu kaufen. Für 300 Euro.
von Moses Grohé / August 19th, 2010 /
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