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Best of Gamescom IX

Der Tag danach, Ersteindruck, Game

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Die Highlights der GEE-Redakteure: Die Top 5 von Moses

Platz 5: 3D Vision Surround Technology (nVidia)
Wow, „Mafia II” sieht in 3D wirklich fett aus. Auf drei Monitoren, die im Halbkreis um den Spieler stehen und das Game im Zusammenspiel mit der nVidia-Brille mit erstaunlicher Raumtiefe zeigen. Um alles zu erfassen, muss man sogar den Kopf bewegen. Beeindruckt lauscht man nebenbei dem Produktmanager, der erzählt, was für ein wahnsinnig leistungsstarker PC an dem Setup hängt, wie die Monitore an einem separat erhältlichen Gestänge hängen und so weiter. Leider ist der ganze Spaß vorbei, sobald man sich gegenseitig ansieht. Diese Brillen sehen einfach albern aus. Etwa zehn Jahre wird es leider noch dauern, meint der Produktmanager, bis 3D-Display in heute gängiger Monitorgroße ohne Brille funktionieren.

Platz 4: DJ Hero 2 (PS3, Xbox, Wii / FreeStyleGames)
Im großen und ganzen das Gleiche wie vorher, aber mit einer ganz entscheidenden Neuerung: In bestimmten Passagen darf jetzt selbst bestimmt werden, welchen der beiden Tracks man reinmixt. Die Mixe sind also weniger vorherbestimmt als noch im ersten Teil. Mit über 100 Tracks, die zu neuen Songs verarbeitet wurden, ist auf jeden Fall genug Material vorhanden. Zusätzlich kann nun ein Spieler das Mikrophon ergreifen und in „Singstar”-Marnier mitsingen, aber das hätte man sich meinetwegen sparen können. Spannender wäre doch ein Modus, in dem ein Spieler mit zwei Plattenspieler-Controllern spielt. Fanden die Entwickler auch eine super Idee, wollten, konnten oder durften aber nicht sagen, ob sich so etwas in Planung befindet. Trotzdem ein tolles Spiel.

Platz 3: Little Big Planet 2 (PS3 / Media Molecule)
In der Gamescom-Präsentation wurde vor allem der neue Sequencer gezeigt, mit dem man eigene Musik für seine selbst kreierten Level produzieren kann. Wie der das vorgeführt hat, sah es kinderleicht aus, aber bis es bei mir schön klingt, dauert das doch wieder ewig. Ich kenn das schon. Umso begeisterter war ich, als er demonstrierte, dass in dem Sequencer nicht nur Töne platziert werden können, sondern auch alles andere aus dem LBP-Levelbaukasten. Ein zunächst schnöder Stein kann so einfach zu Feuer, Wasser, Eis und Pappe morphen. Und das auch noch im Takt. Ich habe mir schon jetzt fest vorgenommen, in LBP2 wirklich mal ein brauchbares Level zu bauen.

Platz 2: The Journey (PS3/Sony)
Wie Heiko habe auch ich genau zugehört, was Jenova Chen in der Präsentation so alles erzählt hat über das kommende Spiel von Thatgamecompany. Viel faszinierender fand ich allerdings, was ich auf dem riesigen Flachbildschirm zu sehen bekam. Dieses kleine rote Männchen in der unglaublich weiten Wüste. Wie es durch den Sand läuft und Spuren hinterlässt oder mit Schwung einen Hügel herunterrutscht. Dass es mit Stofffetzen kommuniziert und auf Tüchern in entlegene Regionen der kargen Landschaft schreitet. Alles ebenso rätsel- wie zauberhaft. Ich bin sehr gespannt. (Und wie ich mit meinen unidentifizierbaren Online-Mitspielern kommunizieren werde, ist auch schon klar: Wir laufen uns gegenseitig Nachrichten in den Sand.)

Platz 1: Bioshock Infinite (Xbox 360, PS3, PC / Irrational)
Hatte ich überhaupt nicht auf dem Zettel. Hat mich schwer beeindruckt. Aber die Kollegen Klatt, Neeb und Gogolin haben nun wirklich schon alles dazu gesagt.

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Von Moses 30. August 2010 / 15:29
heikobest

Best Of Gamescom VIII

Der Tag danach, Ersteindruck, Game

heikobest_teaserheikobestDie Highlights der GEE-Redakteure: Heikos Top 5

Platz 5: „Kirby’s Epic Yarn” (Wii / Good-Feel)
Kirby-sein ist nicht leicht. Denn seine Spezialfähigkeit, die Skills und Formen anderer Figuren assimilieren zu können, macht den rosa Ball selber konturlos. Da trat er zuletzt in „Power-Malpinsel“ in einem der besten Jump’n'Runs auf dem DS überhaupt auf, aber andere Nintendo Charaktere kassierten mit ihren Spielen den Fame. Mit „Kirby’s Epic Yarn“, dessen Spielwelt komplett aus Garn, Stoffen und Knöpfen besteht, schlägt nun seine große Stunde. Herein, wenn es ein Schneider ist!

Platz 4: „From Dust” (Xbox 360, PS3, PC / Ubisoft)
Inmitten eines qualitativ hochwertigen, aber mäßig überraschenden Ubi Soft Gamescom-Lineups glänzte die Rückkehr eines der kredibelsten französischen Game Designer umso mehr: Éric Chahi („Another World“,„Heart Of Darkness“) präsentiert mit „From Dust“ sein erstes neues Spiel seit zwölf Jahren. Der Download-Titel ist ein God-Game, in dem der Spieler ein Inselvolk vor Naturkatastrophen beschützen muss. Dafür kann er wie einst in Peter Molyneuxs „Populous“, aber ungleich dynamischer, die Insel deformieren, fluten, mit Wäldern bepflanzen oder das Terrain senken und heben. So kommt ein altes Genre durch einen alten Designer zu neuen Höhen.

Platz 3: „Rage” (Xbox 360, PS3, PC / id Software)
Zugegeben: Beim Gameplay von „Rage“ bleiben noch Fragen offen. Denn auch wenn die erste neue Serie der „Doom“ und „Quake“ Erfinder seit zehn Jahren geschickt das klassische Shooter-Gameplay mit Rollenspiel- und Racer-Elementen vermengt, wirkt die Mischung zuweilen statisch. Aber die Grafik ist technisch (nicht ästhetisch) nicht weniger als das Beste, was man bisher gesehen hat: Durch eine spezielle Technologie sieht jeder Winkel der Welt unterschiedlich aus, kein Gang scheint dem anderen zu ähneln. Dadurch entsteht ein ganz eigener Realismus. Die Spielwelt wirkt nicht wie für uns gemacht, sondern wie etwas ganz natürliches.

Platz 2: „The Journey” (PS3 / Sony)
So smart die Präsentation von Everybodys Darling Jenova Chen auch war, richtig kapiert hat „The Journey“ keiner. Kein Wunder, denn der Macher von „Flower“ weiß streckenweise selbst noch nicht genau, wohin der Weg gehen soll. Gesichert ist: Der Spieler soll sich in diesem Spiel klein fühlen, klein gegenüber einer schier unendlich weiten Wüste, klein gegenüber gigantischen Felsbauten. „The Journey“ dauert nur zwei bis drei Stunden, so dass man es in einer Sitzung durchspielen kann. Statt dessen soll der Spieler verschiedene Durchläufe mit jeweils einer anderen Person wagen, denn „The Journey“ ist ein Koop-Spiel. Und zwar ein ganz besonderes, denn die zweite Person, die über das Internet hinzukommt, bleibt anonym. Es gibt keinen Chat und keine Sprachübertragung, noch nicht einmal ein Name wird einblendet. Die Spieler kommunizieren rein durch Gesten und Laute, so dass eine besonders intime, gar magische Stimmung entstehen soll. Diese Reise buchen wir auf jeden Fall.

Platz 1: „Bioshock Infinite” (Xbox 360, PS3, PC / Irrational)
Die Kollegen Oliver und Christian haben schon alles gesagt: Auch ich schwebe auf Wolke sieben.

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Von Heiko 25. August 2010 / 19:34
artikel_gamescom

Best Of Gamescom VII

Der Tag danach, Ersteindruck, Game

teaser_gamescomartikel_gamescomDie Highlights der GEE-Redakteure: Christians Top 5

Platz 5: „Never Dead” (Xbox 360, PS3 / Rebellion)
Zombies standen mir in Videospielen schon oft gegenüber. Wieviele der dumpfen Gesellen ich zur Strecke gebracht habe, ich weiß es nicht. Rebellion überraschte mich auf der Gamescom mit einem neuen Blick auf diesen Videospiel-Archetyp. In „Never Dead” übernimmt der Spieler die Rolle des Untoten, Arme und Beine sind mehr oder weniger gut am verrottenden Körper befestigt. Schlägt einer der Gegner fest zu, fallen sie ab. Doch die verlorenen Extremitäten können wieder eingesammelt und angeflanscht werden. Dabei bleibt es aber nicht. Verlorene Körperteile können weiter gesteuert werden. So feuert die eigene Hand, in eine Gruppe Gegner geworfen, weiter mit der umkrallten Waffe, während der daranhängende Arm wie ein Aal über den Boden schlängelt. Störtebeker meets „Dead Rising”!

Platz 4: „Kinect” (Xbox 360 / Microsoft)
Bewegungssteuerung ist für mich ein rotes Tuch. Videospiele haben sich so weit entwickelt, dass sie mich anrühren können wie ein Film von Werner Herzog oder ein Gemälde von Wassily Kandinsky. Und jetzt soll ich im Wohnzimmer herum hampeln und so tun, als ob ich ein Schwert in der Hand hätte? Nicht falsch verstehen, ich liebe auch reine Kopf-aus-Unterhaltung, aber das ist zuviel! Habe ich gedacht, bis ich „Kinect Adventures” ausprobiert habe. In den Ladepausen zwischen den redundanten Minispielchen versteckt, imitiert ein Yeti jede meiner Bewegungen. Nichts besonderes? Nicht, bis ich meine Hand hebe und langsam die Finger durch die Luft streichen lasse und die groben Hände des Yetis jedes Fingewackeln wiederholen. Ich weiß, dass mich die Starttitel von Kinect immer noch nicht interessieren. Aber die Aussicht, Berührungen in einem Spiel mit sanfter Geste zu erwiedern, hat mich begeistert.

Platz 3: „Warhammer 40k: Space Marine” (Xbox 360, PS3, PC / Relic)
„Für den Imperator!” Die Black Templar-Armee steht zwar mittlerweile auf dem elterlichen Dachboden, trotzdem zählt Warhammer 40k, dank des Mix aus Gothic und Orcs im Weltraum, immer noch zu meinen liebsten Sci-Fi-Universen. Nach dem missglückten „Fire Warrior” traut sich mit Relic nun endlich wieder ein Entwickler daran, Videospielern die blutigen Kämpfe hautnah, statt aus der strategischen Vogelperspektive der „Dawn Of War”-Reihe zu präsentieren. Auf den ersten Blick sah das wie ein „Gears Of War”-Klon aus, tatsächlich ist aber dessen Kern-Feature, das Deckungssystem, gestrichen. Wer könnte sich schon einen unbezwingbaren Klonkrieger vorstellen, der hinter einem Sandsack kauert? Stattdessen sucht der „Space Marine” den Nahkampf. Mit einem Kettenschwert Orks in Raumanzügen zersäbeln? Unbezahlbar.

Platz 2: „Kirby’s Epic Yarn” (Wii / Good-Feel)
Na gut, ich gebe es zu: Der Typ am Nintendostand, der gebrummt hat, als sich sein Woll-Kirby in ein Auto verwandelte - das war ich. Ich war es auch, der ständig das stoffige Alter-Ego seines Kollegen mit einem Garn-Lasso umwickelt und ihn auf seinem Rücken durch die Gegend getragen hat. Als mir das bewusst wurde habe ich mich geschämt, aber nur für einen kurzen Augenblick. Denn der Rest der GEE-Redaktion war von soviel Süßigkeiten auf dem Bildschirm ebenfalls vollkommen verzaubert und wie nasser Zucker in den Sofas zerlaufen. Wenn Kirby hinter einem Vorhang verschwindet und den Stoff ausbeult, wenn er Reißverschlüsse öffnet und sich die ganze Spielwelt wie eine Gardine zusammen rafft - da bleibt einem eben nichts anderes übrig, als zu lächeln und zu seufzen.

Platz 1: „Bioshock Infinite” (Xbox 360, PS3, PC / Irrational)
Seit ich denken kann, liebe ich Geschichtenerzähler. Menschen, die mich in ihren Abenteuern tief in Welten entführen, die wie zersplitterte, verdrehte Versionen der Realität wirken und doch aus einem Guss sind. Michael Ende war so einer, als ich noch klein war. Ken Levine ist so einer, seit ich größer geworden bin. Die ersten Schritte in der Stadt aus „Thief”, das erste Audiolog auf der Von Braun aus „System Shock 2” und der erste Blick auf Rapture - Levines Welten sind in meinem Gedächtnis so präsent wie Lummerland. Und jetzt macht er das schon wieder. Baut eine Stadt über den Wolken, getragen von Heißluftballons, bevölkert von imperialistischen Psychopathen und Roboterpferden - und verlegt seine Horrorgeschichten vom menschlichen Scheitern ins Tageslicht. Wie Kubrick in „The Shining” sagt er. Jetzt erzähl schon weiter, sage ich.

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Von Christian 24. August 2010 / 18:29
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Best Of Gamescom VI

Der Tag danach, Ersteindruck, Game

olivergc2010_vorschauolivergc2010_bildDie Highlights der GEE-Redakteure: Olivers Top 5

Platz 5: „Mindjack” (Xbox 360, PS3 / Feelplus)
Die Überraschung der Messe: Ohne Vorwissen stolperte ich am Stand von Square Enix in die Präsentation eines der interessantesten Spiele, die auf der Gamescom gezeigt wurden. Der in Japan entwickelte Third-Person-Shooter spielt in einer Welt, in der es möglich ist, über ein Headset das Gehirn jedes Menschen zu kontrollieren. Die Regierung nutzt dies zur Tyrannei, einige wenige Widerstandskämpfer haben jedoch gelernt, sich über den selben Weg in die gleichgeschalteten Gehirne von Regierungssoldaten zu hacken. Im Kampf besteht so die Möglichkeit, Gegner zu kontrollieren und gegen ihre eigenen Kollegen aufzubringen. Das besondere: Andere Spieler können sich in die Singleplayer-Kampagne einschalten und die Steuerung dieser Gegner übernehmen. Woran Valve mit „The Crossing” offensichtlich gescheitert ist, wird daher schon im Oktober Realität: Single- und Multiplayer verschmelzen und werden eins.

Platz 4: „Kirby’s Epic Yarn” (Wii / Good-Feel)
Als die GEE-Redaktion geschlossen am Nintendo-Stand auf dem Sofa saß und das Textil-Jump’n'Run „Kirby’s Epic Yarn” zum ersten Mal spielen durfte, klang das in etwa so: „Wie süß!”, ”Ganz geil!”, „Guck mal!”, „Ahahahaha!”, „Brummbrummbrumm…”, „Weg da!”, „Unglaublich!”, „Hihihi!”, „Kranke Scheiße!”, „Aber gut!”, „Auf jeden!” … Kurz: Wir konnten uns kaum noch einkriegen vor Verzückung. Für die durchgeknallte Idee, eine Spielwelt komplett aus Garn, Filz, bunten Stoffen und Knöpfen zusammenzustricken, erhalten die Japaner einen freudigen Handschlag und schon jetzt ein „GEE liebt mich!” für orginelles Leveldesign.

Platz 3: „3DS” (Nintendo)
Die kollektive Begeisterung über „Kirby’s Epic Yarn” wurde am selben Messestand nur noch vom 3DS übertroffen. Anstatt in Freudenjubel auszubrechen wurden alle jedoch plötzlich ganz still. Jedem Redakteur, der das stereoskopische Bild des Handhelds erstmals mit eigenen Augen sah, verschlug es vor Staunen die Sprache. „Mario Kart”, „Metal Gear Solid: Snake Eater” und „Kid Icarus Uprising” räumlich vor sich zu sehen, ohne eine störende 3D-Brille aufsetzen zu müssen, ist einfach unglaublich. Leider hat Nintendo die Gelegenheit verpasst, auf der Gamescom Preis und Erscheinungsdatum des 3DS bekanntzugeben. (Mehr über den 3DS lest ihr in der aktuellen GEE.)

Platz 2: „Portal 2” (Xbox 360, PS3, PC, Mac / Valve)
Eine Viertelstunde Gameplay-Demo zu „Portal 2” bildete für mich am Mittwoch den Auftakt für die Gamescom 2010. Schöner hätte ich mir das kaum denken können. Während in den Ruinen des Aperture Science Labors unser aller Lieblings-KI GLaDOS mit Aufräumen beschäftigt ist, müssen wir als Spieler in der Rolle der Hauptfigur Chell erneut Raum und Zeit austricksen, um aus dem Labyrinth zu entkommen. Und wer gedacht hat, dass die Rätsel im ersten Teil einem Knoten ins Hirn machen, kann sich auf etwas gefasst machen. Denn im Unterschied zum ersten Teil sind wir nicht nur in der Lage, Dimensionsportale entstehen zu lassen, die uns mit einem Schritt von einem Ort zum nächsten führen. Diesmal können wir zwischen den Portalen in Energieströmen dahinschweben und müssen Flüssigkeitsfontainen umleiten, um auf ihnen über Rampen und Abgründe zu schlittern. Der Wahnsinn!

Platz 1: „Bioshock Infinite” (Xbox 360, PS3, PC / Irrational)
Dass Ken Levine und sein Team nochmals an einem „Bioshock”-Spiel arbeiten würden, war bis vor kurzem nicht abzusehen. Um so erstaunlicher ist es, dass er mit „Bioshock Infinite” die aufregendste Messeneuheit im Gepäck hatte. „Hast du Bioshock gesehen?” war die meistgestellte Frage in der Business Area. Allein schon der Schauplatz des Spiels flößt Ehrfurch ein: Columbia – eine auf riesigen Zeppelinen durch die Luft schwebende Stadt; ein gescheitertes Utopia, deren Bewohner dem Wahnsinn anheimgefallen sind, deren Leben von übersteigerten amerikanischen Werten, Patriotismus und Paranoia bestimmt wird. Als Pinkerton-Agent DeWitt begeben wir uns an diesem unwirklichen Ort, hoch über den Wolken, um eine Frau namens Elizabeth zu retten. An Schienen sausen wir von einem Gebäude zum nächsten, immer darauf bedacht, nicht in die Tiefe zu stürzen. Das ganze sieht aus, als hätte Orson Welles sich eine Steampunk-Fantasie erträumt. 2012 kann meinetwegen schon morgen beginnen.

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Von Oliver 23. August 2010 / 17:57
defjam

Best of Gamescom II

Ersteindruck, Musik, Redaktion, Vor Ort

defjam_teaserdefjamKeine Sorge. In den nächsten Tagen und Wochen lest ihr hier alles über die tollen künstlerischen Spiele der Messe, alles über die Journeys, Kirbys und Project Dusts. Am dritten Tage in Köln, wo die Aufnahmefähigkeit für subtile ästhetische Details schon nachlässt, wurden meine Synapsen vor allem von Beats in Schwung gebracht. Ich liebe Hip Hop und habe vor 15 Jahren selber das Mikrophon auf Bühnen geschwungen. Die Texte waren derbe, der Flow ließ leider zu wünschen übrig. Mit „Def Jam Rapstar“ kann ich diesen endlich trainieren: 45 Tracks von Method Man, Ice Cube, Kanye West oder Peter Fox stehen in diesem ersten ernst zu nehmenden Hip Hop Musikspiel zur Auswahl. Bewertet wird die Tonhöhe, der Flow und die Textgenauigkeit. Doch „Rapstar“ ist mehr als ein „Singstar“ für Wannabe MCs. Die Webseite zum Spiel stellt ein eigenes soziales Netzwerk dar, in dem man seine eigenen Performances hochladen kann. Spieler können sich zu Crews zusammenschließen, Freestyles hochladen oder Beef ausfechten, der durch Publikumsvoting entschieden werden kann. So wird das Spiel zu einer harten, aber veritablen Schule für den Reimernachwuchs. Mögen aus absoluten Beginnern absolute Giganten werden.

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Von Heiko 19. August 2010 / 18:26
drone_big

Best of Gamescom I

Der Tag danach, Ersteindruck, Veranstaltung

dronedrone_big

Für uns hat die Gamescom bereits gestern begonnen. Ganz entspannt konnten wir durch mehr oder weniger leere Hallen laufen, erste Termine wahrnehmen und die neusten Produkte der Gamesbranche bestaunen. Heute morgen dann schon großer Andrang und lange Schlangen.

Ein Glück, dass der Termin bei Parrot schon gestern war, denn da konnten wir endlich diese ferngesteuerte Drohne in die Luft gehen lassen. Den Parrot AR.Drone Quadricopter hatten wir vor einigen Monaten schon mal im Heft, aber erst setzt gab es Modelle zum Probefliegen.

Und tatsächlich ist das Teil so super, wie es schon in der Beschreibung klang. Eigentlich noch besser. Gesteuert wird per iPhone. Über Touch-Elemente und Neigung. Kinderleicht ist das, weil sich die Drohne immer sofort in einem Schwebezustand stabilisiert, sobald man aufhört zu lenken. Völlig angstfrei und akkurat lässt sich der Flieger so steuern. Auf dem Screen des iPhones ist dabei zu sehen, was die Kamera der Drohne filmt, so kann man auch mal vorsichtig um die Ecke gucken. Ab September soll es dann auch noch Augmented Reality-Spiele geben, bei denen man mit der echten Drohne virtuelle Gegner jagt.

Wer in den nächsten Tagen noch zur Gamescom kommt, sollte sich die AR.Drone unbedingt live anschauen und am besten auch selbst fliegen. Sogar wenn man dafür möglicherweise etwas anstehen muss.

Und für alle die jetzt schon überzeugt sind: Die Parrot AR.Drone gibt es seit gestern bei Saturn zu kaufen. Für 300 Euro.

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Von Moses 19. August 2010 / 11:14
artikel_psphone

Viel Phontasie

Ersteindruck

teaser_psphoneartikel_psphoneDas PSP-Phone kommt. Nach einem Bericht des amerikanischen Tech-Blog Engadget befindet sich Sony in der heißen Entwicklungsphase eines iPhone-Konkurrenten. Das Gerät soll die neueste Version des Android-Betriebssystems nutzen und ähnlich der PSPGo über einen Slide-Screen verfügen, unter dem Buttons und Steuerkreuz hervorgeschoben werden können. Gesteuert wird außerdem mit einem Trackpad, das den Analogstick der PSP ersetzt. Über einen Online-Marktplatz sollen die Spiele für das Gerät vertrieben werden. Bei der grafischen Leistung des PSP-Phones erwartet aber niemand einen Quantensprung. Auf dem 3.7 bis 4.3 Zoll großen WVGA-Screen werden sich wohl hauptsächlich Bilder auf dem Niveau der alten PSP abspielen.

Für Sony ist das ganze ein logischer Schritt. Schließlich könnte eine Smartphone-Alternative, auf der „God Of War” und „Patapon” laufen, neue Zielgruppen erschließen. Aber auch Google wird sich mit der weiteren Verbreitung seines Android-Betriebssystem ein dickes Stück vom PSP-Kuchen abschneiden. Ob diese Marketingüberlegungen wieder einen Rohrkrepierer wie die PSPGo gebären und was am Ende dabei für die Spieler heraus kommt - das bleibt abzuwarten. Zu erwarten ist, dass das japanische Spieleimperium seine neue Wunderwaffe schon im Oktober der Welt präsentiert - oder womöglich doch schon auf der Gamescom? Was denkt ihr über das PSP-Phone?

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Von Christian 13. August 2010 / 16:09
99nights450

Die Neunziger sind zurück!

Ersteindruck, Game

99nights14599nights450Meine Hände umklammern krampfhaft die Griffe meiner Schwerter. Ich stehe mitten auf dem Schlachtfeld, von Angesicht zu Angesicht mit dem heranstürmenden Feind. Es müssen hunderte sein. Ich erkenne ganz weit hinten die gegnerischen Bogenschützen. Die bewaffneten Krieger und Reiter kommen immer näher. Mein Name ist Galen. Mein Ziel: Sie alle zu besiegen.

„N3II: Ninety-Nine Nights II“ fackelt nicht lange. Nach einem kurzen Einstiegs-Film wird der Held Galen in einer mittelalterlich anmutenden Welt direkt auf das Schlachtfeld geworfen. Die Feinde sind zwar zahlreich, verfügen jedoch weder über spezielle Angriffe, noch eine effektive Verteidigung. Ein einziger Schlag von Galen kann locker dutzende von ihnen ausser Gefecht setzen. Und durch das Treffergewitter, das er auf seine Feinde niederprasseln lässt, wird der Combo-Zähler für die Statistik nach jedem überstandenen Level mächtig in die Höhe getrieben.

In der Preview-Version, die diese Woche bei uns auf den Schreibtischen gelandet ist, gibt sich „N3II: Ninety-Nine Nights II“ als klassisches Hack’n'Slay Abenteuer. Gegner um Gegner tauchen aus dem Nichts auf und attackieren Galen von allen Seiten. Das Gameplay wird sporadisch durch Plattform-Einlagen, Puzzle-Spiele oder sehr lange Zwischensequenzen etwas aufgelockert. Es sind aber auch RPG-Elemente vorhanden. So gibt es verschiedene spielbare Charaktere, deren Fähigkeiten und Waffen man zwischen den Missionen aufpolieren kann. Doch der Hauptaspekt ist und bleibt der Live-Action Kampf.

Obwohl „Ninety-Nine Nights II“ düsterer und erwachsener wirkt als der erste Teil, sind die Ähnlichkeiten nicht zu übersehen. Der Grafikstil und das Gameplay wirken seit dem letzten Spiel unverändert. Mit „N3II“ erwartet uns ein stärker auf den Kampf ausgelegtes „N3: Ninety-Nine Nights“ – auf den ersten Blick ohne große Verbesserungen, dafür mit einer neuen Story, neuen Charakteren und ganz ganz vielen Gegnern. Reinhauen!

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Von Sarah Geser 29. April 2010 / 18:07
train_artikel

Mit Volldampf durchs Sauerland

Ersteindruck, Game

train_teaser1train_artikelGestern bekam die GEE-Redaktion Besuch von Aerosoft. Mit im Gepäck: der Ende April erscheinende „Train Simulator – Railworks 2010“ für den PC. Nach dem Entwicklungsstopp von Microsofts zweitem „Train Simulator“ im vergangenen Jahr wollen nun die Paderborner mit ihrer gleichnamigen Simulation aufs Erfolgsgleis fahren.

Ein komplexes, originalgetreues Signalsystem für die Ruhr-Sieg-Strecke (Hagen – Siegen), deutsche E-Loks und eine große Tender-Dampflok – von diesen Qualitäten des neuen Simulators durften wir uns bereits überzeugen. Laut Entwicklern dauerten allein der Bau und das Design einer Lokomotive zwei bis drei Monate – und die investierte Zeit sieht und hört man der Zugsimulation an: Ob großspurige Dampflok, Diesel- oder E-Lok – innen wie außen scheint an alles gedacht worden zu sein. Jeder Griff, Hebel und Knopf, der sich am Original findet, hat seine digitale Entsprechung. Abgefahren: Mit der Hardware Raildriver Desktop können diese Steuerelemente sogar haptisch realitätsnah bedient werden.

Die hübschen Landschaften entlang der Strecken können wir auf fünf realen Routen und vier den Köpfen der Entwicklern entsprungenen Varianten betrachten. Um das Frustpotenzial bei Einsteigern gering zu halten, können Spieler den Realismusgrad der Simulation variieren. Wenn gewollt, zeigt sich der Simulator bei überhöhter Geschwindigkeit, Nichtbeachtung von Signalen und anderen Eisenbahner-No-Gos also gnädig.

Und das Schönste: Per Editor können nicht nur eigene Fahrpläne erstellt und Gleise verlegt, sondern auch Objekte und Umgebungen verändert werden. Vermisst der Eisenbahnverrückte also einmal ein Detail an seiner Hausstrecke, etwa die uralte Eiche an der Bahnhofsstraße, kann diese im Nu hinzugefügt werden. Die kommerziellen Add-on-Hersteller, die bisher für Microsofts „Train Simulator“ entwickelt haben, sind bereits auf den neuen Zug aufgesprungen. Und auch die Freeware-Community dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Die Fahrkarte für die Zugsimulation kann ab dem 30. April für rund 46 Euro gelöst werden.

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Von Thilo Niepel - Praktikant 18. März 2010 / 18:33
monster_artikel

Jäger und Sammler

Ersteindruck, Game

monster_teasermonster_artikelDer Exklusivtitel „Monster Hunter Tri“ (gesprochen wie das englische „try“) wird voraussichtlich im Frühling dieses Jahres in Europa erscheinen. In Japan, wo der Titel seit Veröffentlichung mehr als 960.000 Einheiten verkaufen konnte, finden sich die Monster Hunter bereits seit August 2009 zu Online-Jagden zusammen. Gestern schlüpften wir erstmals in die Rolle des Jägers, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Bevor die Jagd beginnt, wählen wir zunächst eine der sieben Waffengattungen. Zur Auswahl stehen Kurzschwert und Schild, Breitschwert, Armbrust, Lanze, Langschwert und die neue Switchaxe. Unsere Wahl fällt auf letztere, eine Axt, die sich mittels Knopfdruck umgehend in ein wuchtiges Schwert verwandeln lässt – markante Unterschiede zwischen Schwert und Axt konnten wir aber nicht feststellen. Die erste Schwäche der Switchaxe offenbart sich sofort: Aufgrund ihrer Größe büßen wir an Geschwindigkeit ein. Vor allem im Online-Match mit drei weiteren Monster Huntern erweist sich dies als Defizit, da uns die drei anderen Jäger selbst bei geschulterter Waffe leichtfüßig davonrennen.

Erst im nächsten Areal schließt sich unserer Quartett wieder zusammen, um einer übergroßen Bestie entgegentreten zu können. Zeit für taktische Überlegungen bleibt uns keine. Das entengleiche Wesen mit seiner rotleuchtenden Froschblase hat uns bereits anvisiert und krächzt nun lauthals in unsere Richtung, woraufhin mehrere kleine Monster auf uns los preschen. Die flinken Biester sehen den Raptoren aus Jurassic Park verblüffend ähnlich – mal abgesehen davon, dass sie rosa sind. Auch ihr Verhalten gleicht den Urzeit-Echsen. Von allen Seiten stürzen sie sich auf uns, noch bevor wir unsere Waffen gezogen haben. Sobald wir ihnen mit der Switchaxe zusetzen, ziehen sie sich blitzschnell zurück.

Erst nach erfolgreichem Erlegen der Störenfriede widmen wir uns wieder dem eigentlichen Gegner, dem Entenmonster. Draufkloppen führt uns allerdings nicht zum Ziel. Denn jedes Monster hat seinen ganz individuellen Schwachpunkt. Und im schlimmsten Fall hauen wir uns sogar gegenseitig um. Jetzt erfordert unser Vorgehen schon wesentlich mehr Strategie und eventuell sogar das Einsetzen einiger Fallen, damit die „Ente“ nicht die Flucht ergreift. Gut, dass wir im fertigen Spiel per Wii Speak mit den Online-Kameraden Absprache halten können. Es bedarf am Ende mehrerer Anläufe, um das Monster zur Strecke zu bringen. Dafür werden wir mit reichlich Beute, bestehend aus Klauen, Häuten und Schnabel belohnt. Diese investieren wir anschließend in die Fertigung stärkerer Waffen und Rüstungen.

„Monster Hunter Tri“ weckt den Sammler in uns. Ständig sind wir auf der Suche nach noch schärferen Klauen und robusterer Haut. Dass dabei schon mal 100 Stunden ins Land gehen können – so die angesetzte Spieldauer -, glauben wir sofort. Bleibt zu hoffen, dass die Quests sich abwechslungsreich gestalten, um längerfristig zu motivieren. Für heute belassen wir es bei unserem ersten Jagdausflug und wünschen „Waidmanns Heil!“

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Von Christian 4. Februar 2010 / 18:01
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