Wunderkammer

Wunderkammer

Berlin ist um eine Attraktion reicher: In der Karl-Marx-Allee hat das Computerspielemuseum seine Pforten geöffnet. Die Ausstellung „Evolution eines Mediums“ zeigt mehr als 300 Exponate aus der Gaming-Geschichte. Wir waren vor Ort Am 1. Februar 1997 eröffnete unter der Leitung von Direktor Andreas Lange in Berlin das erste Computerspielemuseum der Welt. Nur drei Jahre später musste es bereits wieder schließen. Für 2002 und 2004 wurde die Wiedereröffnung an neuen Orten angekündigt – doch nichts geschah. Aber auch ohne Museum hielt Andreas Lange das Projekt am Leben. Von Berlin aus organisierte er Ausstellungen wie „Game Over“ in Kassel oder „Pong.Mythos“, die in vier Städten Station machte, unter anderem auf der Games Convention in Leipzig. Darüber hinaus sammelte der leidenschaftliche Archivar eifrig weiter: Mehr als 26000 Exponate – Spiele, Zeitschriften, Konsolen, Peripherie – hat er bisher zusammengetragen. So viel Beharrlichkeit zahlt sich nun endlich aus: Elf Jahre nach seiner Schließung hat das Computerspielemuseum in Berlin-Friedrichshain eine neue Bleibe gefunden. In den Räumen des ehemaligen Café Warschau, nur wenige Gehminuten vom Alexanderplatz entfernt, können Besucher jetzt auf 670 Quadratmetern Konsolen, Dokumente und Gameart-Installationen bestaunen – und vielfach sogar ausprobieren. Ergänzende Sonderausstellungen zur Geschichte und Kultur der Bildschirmspiele sollen bald folgen. Ein stolzer Andreas Lange zeigte uns bereits vor der feierlichen Eröffnung seine Lieblingsstücke.
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von Oliver Klatt / Februar 5th, 2011 /

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