Um Gottes Willen
Gesellschaft

Während sich der Bundestag darauf einstellen muss, “Killerspiele” bald in einer Sitzung behandeln zu müssen – einer Online-Petition mit 50000 erforderten Unterschriften sei Dank –, und in mehreren Städten insgesamt 2000 Gamer demonstrierend durch die Straßen zogen, beschäftigt sich im diskursiven Kielweihwasser auch die Kirche mit der digitalen Massenbespaßung. In Hamburgs großer Zentralkirche St. Petri, direkt an der Konsummeile Mönckebergstraße gelegen, fragte Pastor Reinhard Dircks: “Spiele im Cyberspace – Harmloses Ventil oder gefährliche Anleitung?” <mehr>
Seltsam
Ersteindruck

Von „Beetle Juice“ über „Sleepy Hollow“ bis „Sweeny Todd“: Regisseur Tim Burton macht seltsame Filme mit seltsamen Namen um ihrer Seltsamkeit Willen. Ein Wunder, dass er sich nicht schon früher an „Alice im Wunderland“, diesem seltsamsten aller Kinderbücher, versucht hat. Im März 2010 kommt seine Neuinterpretation des Klassikers aus der Feder von Lewis Carroll in unsere Kinos. Mit dabei: Johnny Depp als verrückter Hutmacher, der verrückte Crispin Glover als Herzbube und Helena Bonham Carter als Königin der Herzen.
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Wild wild ”Wet”
Ersteindruck
Vorhin waren Alistair Hatch von Bethesda und Patrick Fortier von A2M hier in der Redaktion um „Wet” zu zeigen. Es ist schon einige Zeit her, dass das Spiel angekündigt wurde. Damals wurde aber nicht viel mehr gezeigt, als Bilder von einer verwegenen Hauptdarstellerin, die akrobatisch durch die Gegend springt. Jetzt macht sie das bereits in einem fast fertigen Spiel. Soll ja auch schon im Herbst erscheinen. Die Optik ist auf „alter Film” getrimmt. Körniges Bild, ab und zu Kratzer, leichtes Flackern. „Als würde das Spiel auf eine Leinwand projiziert”, erklärt Kreativ-Direktor Patrick Fortier.
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Zuckerzeug im Ohr
Retro
„The world has turned and left me here“ sang die Band Weezer 1994 auf ihrem ersten (blauen) Album in zuckersüßer Manier. Von der Welt im Stich gelassen fühlen sich auch einige Freunde von Retro-Computerspielen. Als “Contra” und “The Legend of Zelda” noch nicht retro waren, sondern Inbegriffe des Fortschritts, da zirpten aus den Holzverschlägen der Fernsehgeräte Klänge, die ihre digitale Herkunft nicht verbergen konnten. <mehr>
Richtfest
Gesellschaft
Was der Deutsche Heimatfilm für die Nachkriegszeit war, sind heute die Arbeitssimulationen der Firma Astragon aus Mönchengladbach: Spiele wie der „Bus-Simulator“, der „Landwirtschafts-Simulator“ oder der „Müllabfuhr-Simulator“ gewähren Einblick in einen dunklen Teil der Deutschen Volksseele und dem darin herrschenden Bedürfnis nach Ordnung, Sauberkeit und nach Strich und Faden durchstrukturierter Harmonie.
Mit seinem neuesten Titel, dem „Spreng- und Abriss-Simulator“ liefert Astragon hingegen ein offenes Bekenntnis zur Destruktion. <mehr>
Und wenn er nicht gestorben ist …
Netz
… dann? Tja, was machen Helden wie der tapfere Link aus den „Legend of Zelda”-Spielen eigentlich, wenn ihr Spiel zu ende ist, die Welt und alle Prinzessinnen gerettet sind? Einen Einblick in den fiktiven Alltag des Spitzohrs gewährt der aufwändig produzierte Film nach dem Break. In einem langweiligen „Nine To Five”-Job gefangen trauert er den alten Zeiten nach, schlägt sich mit der zickigen Zelda herum und mit seinem bösen Boss.
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Hallo Welt
Redaktion
Wäre unsere neue Website ein Schiff, würde dieser einfache Gruß, an einem roten Band schwingend, gegen den Bug der GEEmag.de prallen. „Hallo Welt“: Worte aus Schampus, die beim Aufprall unter Applaus in ihre semantischen Einzelteile zerspringen.
„Hallo“, wir begrüßen Euch zum neuen Online Auftritt des GEE Magazins. Früher habt ihr nur achtmal im Jahr von uns gehört, wenn ein neues Heft erscheint. Fortan geben wir euch jeden Tag einen Anlass, uns zu besuchen. Denn neben dem Online-Archiv der wichtigsten Inhalte sämtlicher vergangener GEE-Printausgaben werden wir dazu aus der Redaktion bloggen.
Wir wollen euch an unserem Blick auf die „Welt“, die andere Hälfte unseres Taufspruchs, teilhaben lassen. Gleichzeitig sind wir sehr gespannt auf das, was ihr seht und uns und anderen mitteilen wollt. Wir begeben uns jetzt auf die Jungfernfahrt. Kommt mit, es kann nichts passieren. GEEmag.de ist schließlich unsinkbar.














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