Alles aus dem Juli, 2009

The Elder Scrolls

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Die Macher von „Elder Scrolls“ mögen Anspielungen auf Filme. So findet man in „Morrowind“ im Omalen-Ahnengrab das Skelett eines Archäologen, der sich als Indiana Jones entpuppt. Ein Felsbrocken hat ihn niedergestreckt, und in einer Schriftrolle beschreibt er die letzten Gedanken vor seinem Tod.

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Viele Spieler sind enttäuscht, dass es in „Morrowind“ keine Pferde gibt. Laut den Entwicklern liegt das daran, dass diese vom einheimischen Gras Bauchschmerzen bekommen und sterben würden. Wegen des Pferdemangels seien auch die Dunkelelfen so dünn: Sie müssen überall zu Fuß hin und bleiben schlank.

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„Arena“, das erste Spiel der Reihe, war ursprünglich als Gladiatorengame im Mittelalterstil geplant, bei dem man in Arenen um den Titel des Champions kämpft. Nach und nach kamen immer mehr Rollenspiel-Elemente dazu, bis es am Ende schließlich ein richtiges RPG wurde.

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Gary Noonan aus dem „Morrowind“-Entwicklerteam verewigte sich und seine damalige Freundin im Schrein Ald Daedroth als Je Tee und Kar Alber. Sein Vater, der bei der Entwicklung starb, bekam zum Gedenken einen Platz im Ahnengrab von Senim, wo er als Pop Je ruht.

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Mannimarco, der Führer der Nekromanten, wird als „King of Worms“ – König der Würmer – verehrt. Sein Name bezieht sich auf den deutschen Stamm der Marcomanni, der im 5. Jahrhundert an dem Ort lebte, wo später die heutige Stadt Worms gegründet wurde.
von Chris Rotllan / Juli 12th, 2009 /

Grand Theft Auto

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Ursprünglich sollte der Spieler im ersten Teil der „Grand Theft Auto“-Serie einen Polizisten spielen, der Autodiebe und Mitglieder von Straßengangs verfolgt. Erst recht spät in der Entwicklungsphase entschieden sich die Macher, die Rollen umzudrehen und uns stattdessen in die Rolle des bösen Buben schlüpfen zu lassen.

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Nach dem Skandal um die „Hot Coffee“-Mod aus „GTA: San Andreas“, die versteckte Sexszenen des Spiels sichtbar machte, können amerikanische Spieler Schadensersatz einfordern. Wer von „Hot Coffee“ traumatisiert wurde, bekommt bis zu 35 Dollar vom Kaufpreis zurück oder eine neue, garantiert sexfreie Version des Games.

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Auch wenn die Schauplätze von „GTA“ von realen Metropolen inspiriert wurden, sind die Games durchweg in fiktiven Städten angesiedelt. Mit einer Ausnahme: dem in der britischen Hauptstadt spielenden Add-on „GTA London 1969“. Dieser Erweiterung zum ersten Teil folgte übrigens selber ein Add-on namens „GTA London 1961“.

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Lange Zeit hielt sich hartnäckig das Gerücht, ein Yeti würde in „GTA: San Andreas“ vorkommen. Screenshots, auf dem das legendäre Wesen angeblich zu sehen war, animierten die Spieler zu ausgedehnten Wanderschaften durch die Wälder des Games. Wie beim echten Yeti wurde jedoch nie ein Beweis für dessen Existenz gefunden.

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Schon für die dritte Folge begann Rockstar, eine Multiplayer-Version von „GTA“ zu entwickeln. Die Idee wurde bald verworfen, das unfertige Programm aber nicht aus der Verkaufsversion entfernt. Fans programmierten den Code zu Ende und veröffentlichen seit 1993 neue Versionen der Mehrspieler-Mod „Multi Theft Auto“.
von Chris Rotllan / Juli 12th, 2009 /

Tomb Raider

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Nach dem verworfenen männlichen Charakter für „Tomb Raider“ existierte zunächst eine südamerikanisch angehauchte Spielfigur namens Laura Cruz, aus der schließlich Lara Croft wurde. Der Nachname wurde aufgrund seines britischen Klangs aus einem Telefonbuch ausgewählt.

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Lara Croft erhielt 2006 einen Eintrag ins Guinness-Buch als „erfolgreichste menschliche Videospielheldin“. Immerhin ist „Tomb Raider" eine der meistverkauften Spielserien überhaupt.

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„Tomb Raider II“ soll angeblich der Grund für die Verschiebung von The Prodigys drittem Album „The Fat Of The Land“ gewesen sein, da alle Bandmitglieder nur noch mit dem Spiel beschäftigt waren.

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Nachdem Nell McAndrew unerlaubterweise für den „Playboy“ als Lara posiert hatte, wurde die britische Ausgabe um eine Woche verschoben, da der „Tomb Raider“-Schriftzug auf den Covern in mühsamer Handarbeit überklebt werden musste.

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Für den ersten Kinofilm wurde Angelina Jolies Körbchengröße mittels Einlagen von 36C auf 36D ausgebaut, um die Ähnlichkeit mit ihrem Vorbild Lara zu vergrößern. Für den zweiten Film verzichtete das Filmteam darauf jedoch – weil es zu künstlich wirkte.
von Chris Rotllan / Juli 12th, 2009 /

Metal Gear Solid

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Der Deckame Snake Plissken von Hauptfigur Solid Snake ist eine direkte Referenz an die gleichnamige, von Kurt Russell gespielte Figur in John Carpenters Actionfilm „Die Klapperschlange“ von 1981. Auch der Snake Plissken aus dem Film trägt eine Augenklappe.

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David Hayter, der Sprecher, der Solid Snake seine ruppige Stimme leiht , ist auch Co-Autor der Drehbücher zu den ersten beiden „X-Men“-Kinofilmen.

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Alle 43 Mitglieder des Entwicklerteams von „Metal Gear Solid“ haben sich im Spiel als Geister verewigt. Zu sehen sind sie nur auf Fotos, die man an den richtigen Stellen im Spiel mit Snakes Kamera machen muss. Neben anderen natürlich auch Hideo Kojima selbst.

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Die 64 grünen Plastikfrösche, die in „Metal Gear Solid 3: Snake Eater“ versteckt sind, wurden einem Kinderspielzeug nachempfunden, das von der japanischen Konami-Schwesterfirma „von Träumer“ (sic!) produziert wird: eine Froschfigur namens Kerotan.

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Die PC-Version von „Metal Gear Solid 2: Substance“ ist eine so direkte Portierung der Xbox-Version, dass selbst im Tutorial Funktionen und Buttonbelegung des Xbox-Controllers erklärt werden und nicht die Steuerung mit Maus und Tastatur.
von Chris Rotllan / Juli 12th, 2009 /

Die Sims

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Zu „Die Sims 2“ gibt es eine Machinima-Serie namens „The Strangerhood“ von den Machern der „Halo“-Machinima-Reihe „Red Vs. Blue“. Darin geht es um stereotype Sims, die eines Morgens aufwachen, ohne zu wissen, wer sie sind und was sie in der öden Vorstadt des Spiels zu suchen haben.

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„Die Sims“ war das erste Computerspiel, in dem die Charaktere homosexuelle Beziehungen pflegen konnten. Der Spieler hat die sexuellen Neigungen seiner Figuren nur bedingt unter Kontrolle: Spielt man einen männlichen Sim und versucht seinem Nachbarn die Frau auszuspannen, kann es also ohne Weiteres passieren, dass der Sim sich stattdessen in den Mann verliebt.

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Die Idee zu „Die Sims“ kam Will Wright, als sein Haus in Oakland 1991 bei einer Feuersbrunst bis auf die Grundmauern niederbrannte. Ursprünglich arbeitete Wright gerade an einem reinen Architektur-Baukit ohne Bewohner. Als er aber selbst gezwungen wurde, seine Existenz aus dem Nichts wieder aufzubauen, kam ihm die Idee zu „Die Sims“.

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Die Sims sprechen eine eigene Sprache namens „Simlish“, eine irrwitzige Mischung aus Ukrainisch, dem auf den Philippinen gesprochenen Tagalog und der Sprache der Navajo-Indianer. EA animierte viele Bands, ihre Songs in Simlish neu einzuspielen. Darunter Depeche Mode („Suffer Well“), die Flaming Lips und die Black Eyed Peas.

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Wer denkt, dass alles zu Gold wird, wo „Sims“ draufsteht, irrt: „The Sims Online“ (2002), eine Nachbarschaft, in der alle Sims von echten Menschen gespielt werden, floppte derart, dass es nie außerhalb der USA erschien. Dadurch dass alle Sims Avatare waren, geriet das Spiel zu einem riesigen dreidimensionalen Chat-Raum.
von Chris Rotllan / Juli 12th, 2009 /